Hanse und Recht

Eine Forschungsgeschichte. (Abt. B: Abhandlungen zur Deutschen Rechtsgeschichte)

2016. 336 S.
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ISBN 978-3-428-14912-4
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ISBN 978-3-428-54912-2
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ISBN 978-3-428-84912-3
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Beschreibung

Das hansische Recht ist ein kaum untersuchtes rechtshistorisches Phänomen. In dieser Studie wird wissenschaftsgeschichtlich untersucht, was Forscher unterschiedlicher Generationen unter hansischem Recht verstanden und wie sie ihre Ergebnisse begründeten. Dabei wird die Literatur insbesondere ab dem 19. Jahrhundert bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts ausgewertet. Einige Forscher stehen dabei im Vordergrund, wie Wilhelm Ebel (1908–1980), Rechtshistoriker in Göttingen und tief in den nationalsozialistischen Unrechtsstaat verstrickt. Dessen ungeachtet werden die Kernthesen seines grundlegenden Vortrags von 1949 bis heute tradiert. Die Untersuchung zeigt auf, dass das hansische Recht bis heute nicht nachgewiesen ist und die Forschung stets auf angreifbare Prämissen zurückgreifen musste. Überdies wird eine Inkompatibilität zwischen dem heutigen Hansebild und dem tradierten Begriff des hansischen Rechts aufgezeigt.

Inhaltsübersicht

A. Einleitung

Gegenstand – Die Problematik einer Wissenschaftsgeschichte mit hansischen Bezug – Begrenzungen – Stand der Forschung

B. Altes Reich bis 1806: Hansisches Recht als ein Phänomen des geltenden Rechts

Publikationen und Strukturen der Werke sowie ihre Autoren – Themen – Methoden und Prämissen

C. Hansisches Recht in Sartorius' Geschichte des Hanseatischen Bundes

Georg Friedrich Sartorius – Die Rechtsnatur der Hanse – Die hansische Verfassung und die Wirkung der Hanserezesse – Die rechtlichen Einflüsse der Städte – Hansisches Recht

D. 19. und beginnendes 20. Jahrhundert: Hansisches Recht in den Städten und als Vorläufer eines gemeinsamen Rechts

Publikationen und Strukturen der Werke sowie ihre Autoren – Themen – Methoden und Prämissen

E. Hansisches Recht im Nationalsozialismus: Der Kaufmann

Publikationen und Strukturen der Werke sowie ihre Autoren – Themen – Methoden und Prämissen

F. Hansisches Recht in der BRD und der DDR: Von europäischen Bürgern und deutschen Städten

Publikationen und Strukturen der Werke sowie ihre Autoren – Themen – Methoden und Prämissen

G. Zusammenfassung und Ausblick

W. Ebels Definition des hansischen Rechts – Ideologische Nachwirkungen – Hansische Verfassung – Stadtrecht: Lübeck im Fokus – Ausblick

Anhang

Quellen- und Literaturverzeichnis

Personen- und Sachverzeichnis

Pressestimmen

»So bietet Carsten Groths Buch einen kompetenten und gut lesbaren (aber wegen der angemerkten Methode nicht immer leicht benutzbaren) Führer durch die Geschichte der Hanseforschung, der sich durch ein Personen- und ein Sachverzeichnis erschließt (329–336). Seine Analysen liefern zu den abgeschichteten Zeithorizonten der Darstellungsordnung wissenschaftsgeschichtliche Erkenntnisse, die sich mit vergleichbaren Werken zur Ideengeschichte, beispielsweise aus der Geschichtswissenschaft, in Beziehung setzen lassen.« Dr. Caspar Ehlers,in: Rechtsgeschichte, Band 26/2018

»nicht nur eine Untersuchung zur Rechtsgeschichte sondern auch ein sehr profunder Beitrag zur Geistesgeschichte [...].« Dr. Heinrich Walle, in: Das Historisch-Politische Buch, Jg. 65, 1/2017

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