Gretha Jünger und die Sache selbst

Ein Porträt mit Carl Schmitt

2022. 106 S.
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ISBN 978-3-428-18625-9
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ISBN 978-3-428-58625-7
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Preis für Bibliotheken: 30,00 € [?]

Beschreibung

Das Verhältnis zwischen Carl Schmitt und Ernst Jünger wurde über eine jahrzehntelange, politisch wechselvolle Wegstrecke durch die Akteurin Gretha Jünger beeinflusst, wie die Nahaufnahme dieser ausgeprägt triadischen Konstellation zeigt. Dabei entfachten vor 1945 vorwiegend politische Versuchungen im Verhältnis zum Nationalsozialismus intensive Spannungen in der »Sache selbst« – sei es im umkämpften Verhältnis von Recht und Politik oder im Rahmen des institutionellen Gefüges, was nicht ohne Wirkung auf die privaten Relationen blieb. Nach 1945 wurden die spannungsgeladenen Unstimmigkeiten nicht gegenstandslos, sondern drangen in tiefere, grundsätzlichere Schichten vor und provozierten zugleich eine neue Anordnung des triadischen Bezugssystems, da Gretha Jünger mit ihrer Sicht der Dinge Carl Schmitt vielfach deutlich näher stand als ihr(em) Ehemann. Dass dennoch Carl Schmitt 1953 abrupt den Kontakt zu ihr – und nicht mit Ernst Jünger – abbrach, ist ein anderes, durchaus schillerndes Kapitel asymmetrischer Machtdynamik zwischen den Geschlechtern, deren Abläufe hier erstmals vollständig präsentiert werden.

Inhaltsübersicht

Gretha von Jeinsen – Herkunft und Prägungen

Gretha und Ernst Jünger – Von Hannover nach Leipzig (1922–1925)

Berliner Annäherung I: Ernst Jünger und Carl Schmitt (1930–1933)

Berliner Annäherung II: Gretha Jünger und Carl Schmitt (1930–1933)

Goslar und Überlingen: Carl Schmitts Patenschaft und »die Sache selbst« (1934–1936)

Gretha und die Klippenrunden in Berlin: Schmitts Exitstrategie des »Oberförsters« (1939 f.)

Pariser Morbidezza, Bomben in Kirchhorst, Ernstels Fall und Schmitts Advice (1940–1945)

Ende des Krieges, Schmitts Internierung und Gretha Jüngers Attitüde (1945–1947)

Ravensburg und Goslar: Trennung, Auszug, Krisen-Triade und »die Sache selbst« (1948–1950)

Duschka und Carl Schmitt: Tod und Ende einer Freundschaft (1950–1953)

Epilog: Wer ihn infrage stellt, ist sein Feind. (1953)

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