Grenzüberschreitendes (internationales) Insolvenzrecht der Vereinigten Staaten von Amerika und der Bundesrepublik Deutschland

Systeme und Wechselwirkungen rechtsvergleichend auch zu anderen Rechtsordnungen, insbesondere der Schweiz

1998. XLV, 534 S.
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122,00 €
ISBN 978-3-428-09327-4
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Beschreibung

Die während eines zweijährigen Studienaufenthalts an der Universität Berkeley/Kalifornien entstandene Arbeit ist die erste umfassende Darstellung des amerikanischen Insolvenzrechts in deutscher Sprache. Hierzu war es notwendig, das amerikanische Konkursrecht mit seiner internationalen Ausrichtung en bloc darzustellen und sofort für das deutsche Recht nutzbar zu machen. Bisher prägende Anknüpfungen aus dem kontinentalen IPR, die in Deutschland als "Anknüpfungsakrobatie" (Schack) und dort als "Chaos oder Gnade" (Trautmann/Westbrook/Gaillard) kritisiert werden, berücksichtigen internationalverfahrensrechtliche Aspekte nicht oder kaum. Das Schlagwort von der Wirkungserstreckung ausländischer Konkurse vernebelt zudem bis heute manches: Es läßt sich nicht mit der "vis attractiva concursus" im amerikanischen Recht vereinbaren und verdunkelt die Grenzen der "lex fori concursus". Ohne die Universalität des Konkurses in Zweifel zu ziehen, gelingt es dem Verfasser, verkrustete Begriffswelten aufzubrechen, verschafft er der Praxis einen Einblick in die US-Rechtsordnung und belegt, daß der Schlüssel zu interessengerechten Lösungen, wie sie die Praxis fordert, in einer Betrachtung liegt, die dem Verfahrensrecht die ihm gebührende Stellung einräumt.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: Einleitung - I. Teil: Zwei Modelle: Das schweizerische Rechtshilfemodell und das Universalitätsmodell des Entwurfs einer Insolvenzordnung 1992: Das schweizerische Rechtshilfemodell - Das Modell des deutschen Entwurfs einer Insolvenzordnung 1992 (Universalitätsprinzip) - II. Teil: Das grenzüberschreitende (internationale) Insolvenzrecht der Vereinigten Staaten von Amerika: 1. Konkurs im Inlande (USA) und Verletzung des Automatic Stay: Überblick über das Bankruptcy Recht mit seinen internationalen Bezügen - Verfahrensfragen - Die Konkursmasse und der Konkursbeschlag (property of the estate, automatic stay) - Konkursaufrechnung und Konkursanfechtung - Restschuldbefreiung (Discharge) - 2. Konkurs im Auslande, Rechtshilfe in den USA: Der ausländische Representative im Inlande der USA - Rechtshilfe durch die ordentlichen Gerichte im Wege der Comity - Der Trans-Border-Inlandskonkurs nach § 303 (b) (4) (k) BC - Das Rechtshilfeverfahren gem. § 304 BC (cases ancillary to foreign proceedings) - 3. Internationale Konkursaufrechnung und internationale Konkursanfechtung: Die internationale Konkursaufrechnung - Das internationale Recht der Konkursanfechtung - III. Teil: Das grenzüberschreitende (internationale) Insolvenzrecht der Bundesrepublik Deutschland und die Einwirkung des US-Rechts: 1. Insolvenzverfahren im Ausland, Vermögen in Deutschland: Die Anerkennung ausländischer Insolvenzverfahren: Grundfragen - Einzelne Insolvenzwirkungen: materiellrechtliche Wirkungen - Prozessuale Wirkungen - Gerichtliche Vergleichs-(Sanierungs-)Verfahren als Sonderformen ausländischer Insolvenzverfahren - Fragen des einstweiligen Rechtsschutzes - Das gesonderte Insolvenzverfahren - 2. Insolvenzverfahren in Deutschland, Vermögen im Ausland (Auslandsbezüge deutscher Verfahren): Grundfragen - 3. Internationale Insolvenzaufrechnung, internationale Insolvenzanfechtung: Internationale Insolvenzaufrechnung, internationale Insolvenzanfechtung - Schluß - Literaturverzeichnis - Sachverzeichnis

Pressestimmen

»Edgar Habscheid hat ein Meisterwerk vorgelegt. Das amerikanische Internationale Konkursrecht bereits hat es in sich, und dieses mit dem deutschen grenzüberschreitenden Insolvenzrecht zu verknüpfen, erfordert Fleiß, Ausdauer, Geduld und Klugheit. Noch nie ist dieses Zusammenspiel oder Gegeneinander konkurrierender Insolvenzsysteme so ausführlich, klar und anschaulich dargestellt worden; denn der Verfasser versteht es, durch Beispiele aus der amerikanischen und deutschen Gerichtspraxis die Bedeutung vieler Fragen eindringlich zu illustrieren. [...] Diese Arbeit von Edgar Habscheid ist nicht nur eine wissenschaftlich fundierte Studie, sie ist auch Pflichtlektüre für jeden Praktiker, der Probleme von Insolvenzen im Verhältnis zu den Vereinigten Staaten zu bewältigen hat.« Kurt Siehr, in: Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht, 4/2000

»Edgar Habscheid hat die Wissenschaft vom internationalen Insolvenzrecht nicht nur einen Schritt vorangebracht, wir verdanken ihm vielmehr einen Dreisprung nach vorne. [...] Edgar Habscheid ist ein großer Wurf gelungen. Er hat es geschafft, die mitunter unterschiedlichen Sicht- und Wahrnehmungsweisen der (vorwiegend nur kollisionsrechtlich denkenden) Internationalkonkursrechtler und der Internationalverfassungsrechtler zu einem ›Parallaxenausgleich‹ zu bringen. Darin liegt ein besonderer Reiz des Buches. Ihm wird ein großer Erfolg beschieden sein. Dies gilt gleichermaßen für den Durchbruch in der Wissenschaft als auch für die Akzeptanz in der praktischen Rechtsanwendung.« Notar Prof. Dr. Reinhold Geimer, in: Deutsche Zeitschrift für Wirtschaftsrecht, 1/2000

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