Frauenvollzug in Deutschland

Eine empirische Untersuchung vor dem Hintergrund der Europäischen Strafvollzugsgrundsätze

2011. Tab., Abb.; 926 S.
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ISBN 978-3-428-13523-3
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ISBN 978-3-428-53523-1
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ISBN 978-3-428-83523-2
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Beschreibung

Die vorliegende Studie hat die Handhabung des Strafvollzuges an Frauen in Deutschland zum Gegenstand. Im Mittelpunkt steht die Vollzugspraxis, insbesondere die Umsetzung des Behandlungsvollzuges im Lichte der Europäischen Strafvollzugsgrundsätze. Die empirische Untersuchung umfasst eine Bestandsaufnahme im Bundesgebiet und eine Analyse der Lebenswelt weiblicher Gefangener in zwei Justizvollzugsanstalten. Erwartungsgemäß stimmen Gesetzgebung und Praxis überwiegend mit den Empfehlungen der Europäischen Strafvollzugsgrundsätze überein, wenngleich personelle und finanzielle Einsparungen die Möglichkeiten des Behandlungsvollzugs begrenzen. Als Besonderheit des Frauenvollzugs wird die Kommunikationskultur identifiziert, die sich in einem indirekten Gesprächsverhalten der Inhaftierten sowie einer vertikalen Kommunikationsstruktur zum Vollzugspersonal äußert. Tendenziell erreicht der Chancenvollzug eine motivierte Minderheit mit günstigeren sozio-ökonomischen Ausgangsbedingungen als die Mehrheit der Insassinnen.

Inhaltsübersicht

Einleitung

1. Die Europäischen Strafvollzugsgrundsätze – ihre Bezüge und Auswirkungen

2. Kriminalität von Frauen

Erscheinungsbild von Frauenkriminalität – Erklärungsansätze für die Kriminalität von Frauen – Zusammenfassung

3. Statistische und kriminologische Erkenntnisse sowie der rechtliche Rahmen in Bezug auf weibliche Gefangene im Strafvollzug

Weibliche Strafgefangene im Strafvollzug von 1965 bis 2010 – Besonderheiten von weiblichen Gefangenen im Strafvollzug – Schädliche Prisonierungseffekte – Behandlungsansätze für den Frauenstrafvollzug – Frauenspezifische Regelungen des Strafvollzugsgesetzes – Das Bayerische Strafvollzugsgesetz – Zusammenfassung

4. Methoden der Untersuchung

5. Bestandsaufnahme des Frauenstrafvollzugs in Deutschland

Die Insassinnenpopulation – Vollzugseinrichtungen – Belegung im Frauenvollzug – Unterbringung im Haftraum – Gesundheitsfürsorge in Justizvollzugsanstalten – Verkehr mit der Außenwelt – Beschäftigungs- und Ausbildungssituation der Insassinnen – Soziale Unterstützung der Insassinnen – Die Personalsituation im Frauenvollzug – Weiterentwicklung – Zusammenfassung

6. Die Entlassenenjahrgänge der JVA Willich II und der JVA Aichach

Beschreibung der Stichprobe für die Auswertung der Gefangenenpersonalakten – Vollzugsverlauf und Vollzugsgestaltung – Entlassungsvorbereitung und Entlassungssituation – Zusammenfassung

7. Auswertung der Interviews mit den Insassinnen

8. Auswertung der Interviews mit dem Vollzugsstab

Zusammenfassung

Literatur- und Sachwortverzeichnis

Pressestimmen

»Die Studie gewährt einen umfassenden Überblick über den Frauenstrafvollzug und ermöglicht einen Einblick in die Vollzugsrealität der Frauenhaftanstalten im Allgemeinen und der Unterschiede zwischen den beiden Erhebungsanstalten im Besonderen.« Eva-Verena Kerwien, in: Informationsdienst Straffälligenhilfe, 20. Jg., 2/2012

»Die Untersuchung von Frau Haverkamp stellt eine kriminologische ›Pionierarbeit‹ zum Frauenvollzug dar, und sollte von allen studiert werden, die für den Frauenvollzug Verantwortung tragen, also vor allem von Ministerialbeamten und AnstaltsleiterInnen. Aber auch für Rechtsanwälte, Strafrichter und Staatsanwälte kann das Werk eine wertvolle Informationsquelle sein, [...].« Dr. Dieter Rohnfelder, in: Archiv für Kriminologie, Bd. 230, 1–2/2012

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