Forschung zwischen Wissenschaftsfreiheit und Wirtschaftsfreiheit

Dargestellt anhand der Forschung und Verwertung ihrer Erkenntnisse in der Bio- und Gentechnik

2007. 480 S.
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86,00 €
ISBN 978-3-428-12326-1
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78,00 €
ISBN 978-3-428-52326-9
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104,00 €
ISBN 978-3-428-82326-0
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Preis für Bibliotheken: 134,00 € [?]

Beschreibung

Die herrschende verfassungsrechtliche Dogmatik zur Wissenschaftsfreiheit ist anhand des akademischen Wissenschaftsverständnisses entwickelt worden. Doch die industriellen Forschungsbedingungen in der Bio- und Gentechnik lassen sich nur schwer mit den Normen des wissenschaftlichen Ethos in Einklang bringen. Publizität und Autonomie sind nicht leicht zu verwirklichen. Zudem werden die Universitäten als ursprüngliche Stätten freier Wissenschaft der Ökonomisierung unterworfen, was die wissenschaftliche Eigengesetzlichkeit erheblich stört.

Der richtige Zugriff auf die Wissenschaftsfreiheit ist deshalb nur möglich, wenn der Normbereich des Art. 5 Abs. 3 GG differenziert zur Wirtschaftsfreiheit hin abgegrenzt wird. Eine elementare Rolle spielt hierbei das "geistige Eigentum". Ergebnis ist: Wer die Wissenschaftsfreiheit in Anspruch nimmt, kann sich nicht auf den Schutz geistigen Eigentums berufen. Wer forscht, um geistiges Eigentum zu erlangen, dessen Tun wird nicht von Art. 5 Abs. 3 GG geschützt.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: Einführung: Terra incognita Forschungsfreiheit - 1. Kapitel: Das verfassungsrechtliche Problem - dargestellt am Beispiel des Stammzellgesetzes: Die Forschung mit embryonalen Stammzellen - Präzisierung der Fragestellung - Die Forschungsfreiheit als zentraler Untersuchungsgegenstand - Thesen - 2. Kapitel: Die Idee von Forschung: Die Vergangenheit: Wurzeln und Geschichte des Grundrechts der Wissenschaftsfreiheit - Das "Isolationsmodell": Interpretation von Art. 5 Abs. 3 GG durch isolierende Betrachtung universitätrer Forschung und Lehre - Die Rechtsprechung des BverfG - 3. Kapitel: Die Realität von Forschung: Die Gegenwart der Forschung - Technisierung und Ökonomisierung der Forschung - Die Ausdünnung der Forschungsfreiheit - Das "Integrationsmodell": Integration aller Felder des Lebensbereichs "Forschung" in die abwehrrechtliche Dimension der Forschungsfreiheit - 4. Kapitel: Die Zukunft der Forschung und die Gefährdung ihrer Freiheit: Gesellschaftspolitische Anforderungen an wissenschaftliche Forschung und Lehre - Forschung zwischen Utilitarismus und Kulturstaat - Das Versagen der Grundrechtsdogmatik: grenzen- und wirkungslose Grundrechte? - Lösungsmöglichkeiten: Versagen des Rechts - Konjunktur der Ethik? - Ausweg: Die Verdichtung der Forschungsfreiheit - 5. Kapitel: Das "Differenzierungsmodell" - Rekonstruktion des Normbereichs von Art. 5 Abs. 3 GG unter Berücksichtigung von Art. 14 Abs. 1 GG: Grundgedanken des "Differenzierungsmodells" - Die wirtschaftliche Verwertung von Wissen - Schutz des geistigen Eigentums - Der Schutz wissenschaftlicher Forschung durch Art. 5 Abs. 3 GG - Objektive Maßstäbe der Wissenschaftlichkeit - Rechtsfolge: Bei Nichterfüllung der Maßstäbe Exklusion aus Art. 5 Abs. 3 GG - Zusammenfassende Thesen - Literatur- und Sachwortverzeichnis

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