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Expansionen in der Frühen Neuzeit
2005. Abb.; 392 S.
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Beschreibung

Nur selten ist bislang der Versuch gestartet worden, die Frühe Neuzeit als Epoche der doppelten Expansion zu betrachten: einer geo-politischen Expansion in Neue Welten zum einen und einer wissenschaftlichen Expansion in die kleinsten wie größten, verborgenen und ideellen Welten zum anderen. Diesem Problem stellen sich die Autoren mit Beiträgen aus der Geschichtswissenschaft, der Kunst- und Religionsgeschichte, der Islamwissenschaft und Sinologie, der Ethnologie und den Literaturwissenschaften. In welchem Verhältnis standen diese beiden Expansionsbewegungen zueinander? In welcher Weise unterschied sich dadurch die frühneuzeitlich-europäische Expansion von Expansionen anderer Epochen und Regionen?

Die im ersten Teil dieses Bandes versammelten Beiträge untersuchen Kontinuitäten und Brüche der frühneuzeitlichen europäischen Expansion, indem sie deren mittelalterlichen Voraussetzungen herausstellen und diese mit dem zeitgenössischen chinesischen, russischen und maghrebinisch-muslimischen Verständnis von Expansion vergleichen. Die wissenschaftshistorischen Studien des zweiten Teils wiederum zeigen, wie sehr die gegenseitige Verstärkung der beiden Expansions-Bewegungen die Auseinandersetzung mit antiken und mittelalterlichen Denktraditionen forcierte - eine Auseinandersetzung, die keineswegs als Bruch mit der Antike zu interpretieren ist. Aus unterschiedlichem Blickwinkel erschließen die Verfasser des dritten Teils das treibende Moment in diesem Expansionsprozeß: die Konkurrenz der europäischen Staaten untereinander.

Inhaltsübersicht

Inhalt: R. Dürr / G. Engel / J. Süßmann, Einführung - I. Grundlagen: Expansion als zentrales Kennzeichen der europäischen Frühen Neuzeit?: F. Schmieder, Das Werden des mittelalterlichen Europa aus dem Kulturkontakt: Voraussetzungen und Anfänge der europäischen Expansion - C. Auffarth, Neue Welt und Neue Zeit: Weltkarten und Säkularisierung in der Frühen Neuzeit - A. Mittag, "Offensive Expansion" und "innere Kolonisation"; das Fallbeispiel China. Zu den Voraussetzungen der Expansion des Qing-Reichs (17.-19. Jh.) im historischen Denken und kartographisch-geographischen Wissen der mittleren und späten Ming-Zeit (16.-17. Jh.) - J. Kusber, "Entdecker" und "Entdeckte". Zum Selbstverständnis von Zar und Elite im frühneuzeitlichen Moskauer Reich zwischen Europa und Asien - R. Elger, Der Fall Andalusiens und die europäische Expansion in der Sicht des algerischen Gelehrten Ahmad al-Maqqarî (gest. 1632) - II. Wissensdrang: Momente sich gegenseitig beeinflussender Expansionsbewegungen: E. Lobsien, Die Pluralität der Welten im 16. und 17. Jahrhundert - J. M. Headley, 'The Extended Hand of Europe'. Expansionist and Imperialist Motifs in the Political Geography of Giovanni Botero - U. Ilg, Die "Entdeckung" der osmanischen Kultur durch Künstler und Gelehrte im 16. Jahrhundert; eine humanistische Utopie - C. Jami, Representations and Uses of "European Science"" in China (1582-1722) - M. Bergengruen, Expansion in die Natur. Zum Verhältnis von ars und natura bei Paracelsus und im Paracelsismus - J. Klein, Plus Ultra. Bacons Vision der Welterkenntnis im Spiegel der Begründung und Universalapplikation empirischer Wissenschaft - M. Kempe, Jungfräuliche Erde, unsichtbare Welten. Mikro- und makrokosmische Ausdehnungen der frühneuzeitlichen Medizin und Naturgeschichte - III. Innereuropäische Konkurrenz: zwischen Expansionsbeschleunigung und Expansionskritik: D. Damler, Herr der Welt und König der Frösche. Von der ästhetischen zur teleologischen Weltherrschaftsidee - S. Burghartz, Erfolg durch Scheitern? Zur Konstruktion von Überlegenheit im kolonialen Diskurs um 1600 - K. Mahlke, Das Alte und das Neue Frankreich. Lescarbots Histoire de la Nouvelle France und die hebräischen Wurzeln einer politischen Utopie - I. Gareis, Utopie und Expansion. Eine europäische Idee in der Neuen Welt - T. Michalsky, Horizonterweiterung? Niederländische Landschaft in Brasilien

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