Europäische Sozialgeschichte

Festschrift für Wolfgang Schieder

2000. Frontispiz; XIV, 558 S.
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Beschreibung

Wolfgang Schieder vollendet am 2. September 2000 sein 65. Lebensjahr. Freunde, Schüler und Kollegen haben ihm zu diesem Anlaß eine Festschrift gewidmet, die seine wissenschaftlichen Leistungen würdigen soll. Aus diesem Grund greifen die Autoren sozialhistorische Fragen der europäischen Geschichte auf.

Wolfgang Schieder gehört zu den Mitbegründern der modernen Sozialgeschichte in Deutschland. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, daß diese Forschungsrichtung eine führende Stellung in der deutschen Geschichtswissenschaft erlangte. Schieder hat dabei stets auf die Notwendigkeit hingewiesen, die historische Entwicklung anderer Länder vergleichend mit in den Blick zu nehmen.

Der Titel "Europäische Sozialgeschichte" entspricht dem wissenschaftlichen Selbstverständnis des Geehrten daher in besonderer Weise. Sozialgeschichte wird hier so weit gefaßt, wie es Wolfgang Schieder stets gefordert hat, denn sein Interesse blieb nie auf deren "klassische" Themen beschränkt. Der vorliegende Band dokumentiert zugleich, daß sich die Sozialgeschichte in einer Phase des Umbruchs und der Neuorientierung befindet.

Inhaltsübersicht

Inhalt: A. Heinen, Erscheinungsformen des europäischen Faschismus - A. Nützenadel, Faschismus als Revolution? Politische Sprache und revolutionärer Stil im Italien Mussolinis - H. Mommsen, Die nationalsozialistische Machteroberung: Revolution oder Gegenrevolution - B. Mantelli, Die Italiener auf dem Balkan 1941-1943 - K. von Beyme, Stalinismus und Post-Stalinismus im osteuropäischen Vergleich - P. Schiera, Überlegungen zum Problem des Konstitutionalismus in Europa im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert - W. J. Mommsen, Die zweite Revolution, die nicht sein sollte: Die Reichsverfassungskampagne: die letzte Phase der Revolution von 1848/1849 - J. Heideking, Zwei Amerikabilder in der deutschen Verfassungsdebatte 1848/49 - C. Nonn, Ländlicher Kommunalismus und liberaldemokratische Bewegung in der Revolution von 1848/49 - H. Berding, Aufbruch zur Demokratie im Hessen der Nachkriegszeit - R. Hudemann, Sozialpartnerschaft oder Klassenkampf? Zu deutsch-französischen Spannungsfeldern seit dem 19. Jahrhundert - A. Esch, Namenlose auf Italienreise. Handwerker, Arbeitssuchende, Vagabunden in der Dokumentation eines deutschen Hilfsvereins in Rom 1896-1903 - C. Hudemann-Simon, L'exercice de la médecine libérale et le statut des médecins au XIXe siècle (Grande-Bretagne, France, Allemagne et Russie) - H.-P. Ullmann, "Der Kaiser bei Wertheim". Warenhäuser im wilhelminischen Deutschland - E. Kolb, Streikrecht für Beamte? Der Februarstreik 1922 der Reichsbahnbeamten - H. Lehmann, Säkularisierung und Gewalt in der modernen Welt - I. Cervelli, Medor, der jakobinische Hund - L. Klinkhammer, Der junge Friedrich Engels als Kritiker seiner Zeit - H. Schwarzmaier, Die Großherzöge von Baden und Italien. Haustradition und Denkformen in der Zeit der nationalen Einheitsbewegung. Mit einem Brief von Ferdinand Gregorovius - G. B. Clemens, "Schläfriger und geistloser als Konstantinopel im Mittelalter". Das römische Assoziationswesen (1815-1870) - M. Zimmermann, Die Religion des 20. Jahrhunderts: Der Sport - W. Rummel, 'Weise' Frauen und 'weise' Männer im Kampf gegen Hexerei. Die Widerlegung einer modernen Fabel - V. Sellin, Napoleon auf der Säule der Großen Armee. Metamorphosen eines Pariser Denkmals - S. Woolf, The political discourse of Italian regionalism: the example of the Valle d'Aosta - M. H. Geyer, Die Sprache des Rechts, die Sprache des Antisemitismus: "Wucher" und soziale Ordnungsvorstellungen im Kaiserreich und der Weimarer Republik - J. Dülffer, Krieg und Frieden bei Max Scheler - H. A. Winkler, Das Paradox als Paradigma. Von der Weimarer Republik zu den Lehren aus Weimar - H.-U. Wehler, Emotionen in der Geschichte. Sind soziale Klassen auch emotionale Klassen? - J. Kocka, Zivilgesellschaft als historisches Projekt: Moderne europäische Geschichtsforschung in vergleichender Absicht - C. Dipper, Italien und Deutschland seit 1800: Zwei Gesellschaften auf dem Weg in die Moderne - J. Petersen, Der Ort Mussolinis in der Geschichte Italiens nach 1945 - C. D. Kernig, Überlegungen zur Globalisierung der Sozialgeschichte - W. Voßkamp, Die Gegenstände der Literaturwissenschaft und ihre Einbindung in die Kulturwissenschaften

Pressestimmen

»›Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß auch nicht, wohin er geht‹ – so lautet ein bekannter Spruch. Neben den Banalitäten, die der deutsche und auch der europäische Buchmarkt an geschichtlichen Wahrheiten und Halb-Erkenntnissen bereithält, sticht das Buch aus dem Hause Duncker & Humblot überaus positiv ins Auge. Die Beiträge in der hier vorliegenden Festschrift für Wolfgang Schieder sind sehr anspruchsvoll und zugleich hochinteressant. Sie zeigen auf, wie komplex allein die europäische Sozialgeschichte ist und welche Themen etwa bei der Frage der Daseinsvorsorge in Europa mitgedacht werden können und diskutiert werden müssen. […] Und trotzdem ist dieses qualitativ hochwertige Buch ein unverzichtbarer Beitrag in der Diskussion über ein geeignetes europäisches Haus.« Christian Beck, in: neue caritas, 4/2001

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