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Dimensionen der Politik: Aufklärung – Utopie – Demokratie

Festschrift für Richard Saage zum 65. Geburtstag

2006. Frontispiz, Abb.; 599 S.
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98,00 €
ISBN 978-3-428-11970-7
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88,00 €
ISBN 978-3-428-51970-5
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Preis für Bibliotheken: 112,00 € [?]
118,00 €
ISBN 978-3-428-81970-6
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Preis für Bibliotheken: 152,00 € [?]

Beschreibung

Richard Saage ist Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. In seinem Werk vereinen sich Politik und Geschichte zu einem praktischen und multidimensionalen Politikbegriff jenseits von etatistischen oder systemischen Verkürzungen der Perspektive. Die wechselseitige Verklammerung von Geschichte, Politik und Gesellschaft bildet den einigenden Hintergrund für seine Arbeiten zur bürgerlichen Emanzipationsbewegung zwischen Revolution und Aufklärung, seinen Studien zu Konservativismus, Faschismus und Demokratietheorie sowie der modernen Utopietradition. Der ihm gewidmete Band vereint Texte, die eine interdisziplinäre Perspektive auf die Theorie und Geschichte der Politik entfalten. In Analogie zu Saages Werk gruppieren sich die Beiträge um die Problemdimensionen von Aufklärung, Utopie und Demokratie.

Inhaltsübersicht

Inhalt: A. Rüdiger / E.-M. Seng, Politik und Geschichte. Ein Essay für Richard Saage - I. Aufklärung: J. Diethe, Not in a Corner. Öffentlichkeit in der englischen Revolution - A. Bittner / J. Thon, Das Behemoth-Problem. Ein Beitrag zur Titelwahl des Leviathan von Thomas Hobbes - M. Kaufmann, Giambattista Vicos Gemeinsinn als Vermittler zwischen Universalismus und kultureller Differenz - E.-J. Lee, Kulturtransfer auf "eurasisch". Das Chinabild von Johann Heinrich Gottlob von Justi und die Rezeption des Kameralismus im Japan der Meiji-Zeit - S. Held, Legitimationstheoretische Reflexionen vor dem Hintergrund des Kolonialismus in den Eigentumstheorien John Lockes und Immanuel Kants - F. R. Pfetsch, Kant und der verhandelte Friede - A. Rüdiger, Staat und Revolution: Politische Ökonomie und Staatswissenschaft bei Christian Daniel Voß (1796-98) - H. Reinalter, Aufklärung und Moderne - H. Thoma, "Bürger einer abwesenden Polis" ("citoyens d'une cité absente"): Thierry Maulnier als Theoretiker der 'Nationalen Revolution' in der Zeitschrift Combat (1936-1939) - II. Utopie: I. Fetscher, Leben ohne Utopie? - H. Münkler, Atlantis. Die Suche nach der versunkenen Insel - H.-G. Funke, Toleranz für Calvinisten, Deisten und Muslime: Claude Gilberts Histoire de Calejava (1700) als deistische Utopie - A. Heyer, Das Erdbeben von Lissabon im Jahre 1755. Die Idee der "besten aller möglichen Welten" und das Problem der Utopie - E.-M. Seng, Der Kult der Arbeit als Ausgangspunkt für das neue menschliche Gemeinwesen der Zukunft. Émile Zolas "Le Travail": Ein Urbild des Städtebaus im 20. Jahrhundert - H. U. Seeber, Dystopie, Leben und Roman in der postkolonialen Literatur: Coetzees "Life and Times of Michael K" - W. Euchner, Motive der Raumfahrtfiktionen - B. Holland-Cunz, Zum Verhältnis von Utopieproduktion und Demokratietheorie, am Beispiel des Feminismus - W. Christie Mathisen, Ist die politische Utopie wirklich tot? - K. Lenk, Utopie und Mythos. Zur Differenzierung ihrer Begrifflichkeit - G. Göhler, Über den Zusammenhang von Zivilreligion und normativer Integration - III. Demokratie: F. Zotta, Moralismus im Zeitalter der Heuschrecke. Vom Verlust kritischen Denkens in den öffentlichen Debatten über den Kapitalismus - A. Mehl, Die Demokratie der antiken Athener als Lebensform - W. Maderthaner, Dem Volke, was des Volkes ist. Die Erfindung des politischen Populismus im Wiener Fin-de-Siècle - P. Haensch, Harold J. Laski. Die sozialen Voraussetzungen der Demokratie - H. Grebing, "Mobilisierung der Demokratie". Betrachtungen zum Demokratie-Konzept von Waldemar von Knoeringen - M. Saage-Maaß, Vom problematischen Umgang der Rechtswissenschaft mit ihrer NS-Vergangenheit. Gedanken zu Ernst Forsthoff - B. Roß, Ist Gerechtigkeit teilbar? Gedanken zu Demokratietheorie und interkultureller Solidarität - W. Reese-Schäfer, Können Kommunitarier die Weltgesellschaft denken? - S. Reinhardt, Die Demokratie-Kompetenz der Konfliktfähigkeit: Lässt sie sich messen? - U. Bermbach, Über einige Probleme des Regierens heute: Aus Anlass des Wahlergebnisses vom 18. September 2005 - D. N. Basta, Schwächen der Demokratie - J. Sztumski, Chancen und Gefahren für die Demokratie im 21. Jahrhundert - P. Steinbach, Zeitungen / Zeitkritik / historisch-politische Forschung - Publikationsverzeichnis Richard Saage

Pressestimmen

»Die Festschrift für Richard Saage gleicht ein wenig seinem Arbeitszimmer, wo über der Deklaration der Menschenrechte die Göttinnen der Freiheit und Vernunft schweben und eine Luther-Reproduktion auf den gekreuzigten Jesus und Vassily Kandinskys utopische Vision ›Im Blau‹ trifft. Es ist ein lanx satura, in der der geneigte Leser viel Wissenswertes für sich finden kann, wenn er es finden will. Beim Lesen des Buches eröffnen sich ihm schlagartig immer neue, oft überraschende Einblicke in die verschiedensten, miteinander konkurrierenden und kontrastierenden Welten der Geschichte politischer Ideen und politischer Praxis, die weit über die Schwerpunkte Aufklärung, Utopie und Demokratie hinausgehen.« Sigrid Mratschek, in: Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 19/2007

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