Die zivilrechtliche Verantwortlichkeit von Ratingagenturen gegenüber Investoren
2015. 411 S.
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ISBN 978-3-428-14151-7
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Beschreibung

Ratingagenturen gehören zu den einflussreichsten Akteuren auf den Kapitalmärkten. Ihr Versagen wird als eine wesentliche Ursache der sog. »Subprime-Krise« im Jahr 2007 angesehen, die eine weltweite Finanzkrise auslöste. Unter welchen Voraussetzungen aber haften Ratingagenturen gegenüber Investoren, die auf ihre Bewertungen vertrauen? Der europäische Gesetzgeber hat im Jahr 2013 eine Haftung von Ratingagenturen gegenüber Anlegern für grobe Fahrlässigkeit eingeführt. Daneben bleibt allerdings noch ein weiter Anwendungsbereich für das nationale Recht. Zivilrechtlich handelt es sich – ähnlich wie bei Sachverständigengutachten, Wirtschaftprüfertestaten oder Kunstexpertisen – um einen Fall der Dritthaftung für Informationen gemäß § 311 Abs. 3 BGB. Schließlich stellt sich die Frage, ob eine Haftung von Ratingagenturen rechtspolitisch sinnvoll und ein Instrument einer angemessenen Regulierung von Ratingagenturen ist.

Inhaltsübersicht

Einleitung

Kapitel 1: Grundlagen

Rechtliche Rahmenbedingungen – Die Tätigkeit von Ratingagenturen – Bedeutung und Funktion von Ratingagenturen

Kapitel 2: Die Regulierung von Ratingagenturen

Regelungsprobleme – Regulierungsansätze – Haftung als Regelungsinstrument

Kapitel 3: Die Haftung von Ratingagenturen nach deutschem Recht

Verfassungsrechtlicher Rahmen – Ratingagenturen im System kapitalmarktrechtlicher Haftungstatbestände – Zivilrechtliche Dritthaftung gegenüber Investoren – Pflichtverletzung und Verschulden – Modifikation der Haftung – Kausalität, Schaden, Mitverschulden – Verhältnis der Ratingagenturen zu anderen Haftpflichtigen – Anwendbares Recht

Kapitel 4: Haftung von Ratingagenturen nach europäischem Recht

Grundfragen – Haftungsvoraussetzungen

Zusammenfassung der Ergebnisse

Literaturverzeichnis

Stichwortverzeichnis

Pressestimmen

»Nicht nur das vom Autor eingangs festgestellte Fehlen staatlicher Regulierungen ist erstaunlich; auch die mangelnde wissenschaftliche Durchdringung der Tätigkeit der Ratingagenturen einschließlich Haftungsfragen fällt auf. Die vorliegende längst überfällige Untersuchung hilft diesem Mangel ab und setzt Maßstäbe« Dr. Bernd Müller-Christmann, in: Fachbuchjournal, 4/2016

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