Die Verhaltensnorm im Internationalen Strafrecht
2011. 366 S.
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ISBN 978-3-428-13542-4
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Beschreibung

Bei Fällen mit Auslandsbezug finden typischerweise mehrere Strafrechtsordnungen Anwendung. Diese bewerten ein Verhalten häufig unterschiedlich. Dies führt dazu, dass der Einzelne nicht beurteilen kann, ob sein Verhalten erlaubt oder verboten ist, weil er nicht weiß, welche Verhaltensnorm gilt.

Die Arbeit gibt eine Antwort auf die Frage, an welcher Rechtsordnung der Einzelne sein Verhalten orientieren muss. Unter Anwendung der Normentheorie werden nationale und supranationale Rechtsvorschriften analysiert. Dabei wird gezeigt, dass der Konflikt zwischen verschiedenen Verhaltensnormen bereits anhand des geltenden Rechts gelöst werden kann. Dank des Grundsatzes der Einheit der Rechtsordnung können nämlich auch außerstrafrechtliche Vorschriften herangezogen werden. Die Lösung bietet hier eine Verordnung des internationalen Privatrechts, die Rom-II-Verordnung. Deren Anwendung ermöglicht eine grundlegend neue Deutung der Strafrechtsdogmatik.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: Einleitung - 1. Geltendes Recht als Ausgangspunkt - 2. Verhaltensnormen und Sanktionsnormen - 3. Präzisierung der Fragestellung - 4. Die Definition von "Geltungsbereich" - 5. Immanente Beschränkung des Geltungsbereichs: Beschränkungen des sachlichen Geltungsbereichs - Beschränkungen des persönlichen Geltungsbereichs - Beschränkungen des räumlichen Geltungsbereichs - Konsequenzen für die weitere Erörterung - 6. In der Literatur vertretene Grenzen des Geltungsbereichs: Unbegrenzter räumlicher Geltungsbereich - §§ 3 ff. StGB als Begrenzungen des Geltungsbereichs - Begrenzung des Geltungsbereichs anhand des Zivil- und Öffentlichen Rechts - Begrenzung des Geltungsbereichs anhand des einschlägigen Rechtsgebiets - Völkerrechtliche Begrenzung des Geltungsbereichs von Verhaltensnormen - Ergebnis - 7. Weltweite Geltung von Verhaltensnormen: EG-rechtliche, völkerrechtliche, staatsrechtliche, individualschutzrechtliche und normentheoretische Perspektive - Ergebnis - 8. Begrenzung anhand einzelner Rechtsgebiete: Begrenzung durch §§ 3 ff. StGB - Begrenzung durch das jeweils einschlägige Rechtsgebiet - Die Einheit der Rechtsordnung - 9. Einheitliche Ermittlung der Grenzen des Geltungsbereichs: Grenzen aus deutschem Recht - Grenzen aus Völkerrecht - Grenzen aus supranationalem Recht - Vergleich mit der Literatur - 10. Konsequenzen für die Strafsanktionsnormen: Rechtsnatur der §§ 3 ff. StGB - Beseitigung von Normenkollisionen - Unterschiedliche Geltungsbereiche von Verhaltens- und Sanktionsnormen - Auswahl der einschlägigen Verhaltensnorm - Verfassungsrechtliche Einwände - Zusammenspiel ausländischer Verhaltens- und inländischer Sanktionsnorm - Prüfungsreihenfolge - 11. Zusammenfassung und Ausblick - Literatur- und Sachwortverzeichnis

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