Die Verbraucherbürgschaft

Zur Anwendbarkeit des Verbraucherkreditgesetzes auf die Bürgschaft

2001. 197 S.
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ISBN 978-3-428-10512-0
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Beschreibung

In Deutschland wie auch in anderen EU-Staaten gehen Privatpersonen immer wieder Bürgschaften in dem blinden Vertrauen ein, der Hauptschuldner werde seine Verbindlichkeit schon tilgen. Kommt es dann zum Sicherungsfall, sind diese Bürgen oft nicht in der Lage, ihrer Einstandspflicht nachzukommen und verschulden sich erheblich. Während einige Länder wie Frankreich, Großbritannien und Österreich darauf mit gesetzlichen Regelungen zum Schutz privater Bürgen reagiert haben, verläßt man sich in Deutschland nach wie vor auf rechtsfortbildende Maßnahmen. Ein prominentes Beispiel dafür bietet die Fortentwicklung der Sittenwidrigkeitsgrundsätze bei Bürgschaften von vermögenslosen nahen Angehörigen, also Kindern oder Ehegatten.

In diesen Kontext gehört aber auch die die Literatur und Rechtsprechung in den letzten Jahren stark beschäftigende Frage, ob der Bürge dem Schutz des Verbraucherkreditgesetzes unterfallen kann. Die Autorin kommt in der vorliegenden Abhandlung zu dem Ergebnis, daß das Verbraucherkreditgesetz mit Ausnahme seines § 11 keinen den besonderen Risiken des Bürgen angemessenen Schutz bietet.

Ausgehend von einem bisher lückenhaften deutschen und europäischen Bürgenschutz zeigt die Verfasserin detailliert auf, wie der private Bürge sinnvoll geschützt werden könnte und schlägt einen Entwurf für eine EU-Richtlinie zum Schutz des "Verbraucherbürgen" vor.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: Einleitung - § 1 Zielsetzungen des VerbrKrG: Entstehungsgeschichte - Schutzzwecke - Ausgestaltung des VerbrKrG - Drittschutz - § 2 Stand der Gesetzgebung zum Schutz des Verbraucherbürgen in anderen EU-Mitgliedstaaten: Frankreich - Großbritannien - Österreich - Rechtsvergleich - § 3 Schutz der deutschen Personalsicherer: Rechtsfortbildung unter Heranziehung von VerbrKrG und HausTWG: Schuldbeitritt und VerbrKrG - Bürgschaft und HausTWG - § 4 Verbraucherschutz für den Bürgen durch das VerbrKrG?: Schrifttum und Rechtsprechung im Überblick - Direkte Anwendbarkeit des VerbrKrG und Gesetzesumgehungsverbot - Zur analogen Anwendung des VerbrKrG auf die Bürgschaft - Möglichkeiten richtlinienkonformer Auslegung des VerbrKrG - Schlußfolgerungen für die Behandlung der Realsicherer unter dem VerbrKrG - § 5 Grundpfeiler einer Verbraucherbürgschaft: Bedürfnis für eine Regelung de lege ferenda - Ausgestaltung des Verbraucherbürgenschutzes - Entwurf einer EU-Richtlinie zum Schutz des Verbraucherbürgen - Literaturverzeichnis - Sachwortverzeichnis

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