Die Systeme der ein- und zweistufigen Gewinnermittlung im Handels- und Steuerbilanzrecht

Auswirkungen außerbilanzieller Korrekturen bei der Anwendung einkommensteuerrechtlicher Vorschriften

2019. 575 S.
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109,90 €
ISBN 978-3-428-15705-1
voraussichtlich lieferbar ab Juli 2019
98,90 €
ISBN 978-3-428-55705-9
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ISBN 978-3-428-85705-0
voraussichtlich lieferbar ab August 2019
Preis für Bibliotheken: 168,00 € [?]

Beschreibung

Aus dem Wortlaut von § 4 Abs. 1 Satz 1 EStG wird ein System der zweistufigen Gewinnermittlung mit einer ersten – innerbilanziellen – und einer zweiten – außerbilanziellen – Gewinnermittlungsstufe abgeleitet. Wie in der Arbeit gezeigt wird, führt die Zuordnung einer steuerrechtlichen Vorschrift zur ersten oder zweiten Gewinnermittlungsstufe zu materiell-rechtlichen Auswirkungen bei der Anwendung anderer steuerrechtlicher Vorschriften. Beispiele bilden die Vorschriften der §§ 4 Abs. 2, 4 Abs. 4a, 34a EStG und die Fallgruppe der Veräußerung von Wirtschaftsgütern, deren Wertminderung als nicht abzugsfähige Betriebsausgabe behandelt wurde.

Die Untersuchung analysiert die Notwendigkeit einer zweiten Gewinnermittlungsstufe und damit außerbilanzieller Korrekturen. Insbesondere wird betrachtet, ob ein systematisches Alternativkonzept in Form einer einstufigen Gewinnermittlung möglich und mit den geltenden Vorschriften des EStG vereinbar ist und ob sich ein System der einstufigen Gewinnermittlung als praxistaugliche Alternative zum geltenden Gewinnermittlungssystem erweisen würde.

Inhaltsübersicht

Einführung

Ausgangsbefund – Ziel und Gegenstand der Untersuchung – Gang der Untersuchung

1. Steuerrechtliche Praxis der zweistufigen Gewinnermittlung

Erste Gewinnermittlungsstufe: Gewinnermittlung mithilfe der Bilanz – Zweite Gewinnermittlungsstufe: Korrektur um Entnahmen und Einlagen – Zweite Gewinnermittlungsstufe: Sonstige Korrekturen – Zusammenhang zwischen zweiter Gewinnermittlungsstufe und Bilanzposten – Erfassung von Steuerforderungen, -verbindlichkeiten und -rückstellungen – Die Bedeutung der §§ 5b EStG, 60 EStDV für die Gewinnermittlung – Der Begriff der Steuerbilanz

2. Gegenmodell der einstufigen Gewinnermittlung nach handelsrechtlichen GoB

Die Ableitung der handelsrechtlichen GoB aus den Vorschriften des Handelsbilanzrechts – Die Funktionen der Handelsbilanz – Die Buchführung als Grundlage der Handelsbilanz und der Einfluss des Buchführungssystems auf die Gewinnermittlung – Das System der einstufigen Gewinnermittlung nach handelsrechtlichen GoB

3. Die Zulässigkeit einer einstufigen Gewinnermittlung nach §§ 4 Abs. 1 iVm 5 EStG

Die Maßgeblichkeit der handelsrechtlichen GoB und steuerrechtliche Abweichungen – Die Buchführung als Grundlage der Steuerbilanz und der Einfluss des Buchführungssystems auf die einkommensteuerrechtliche Gewinnermittlung – Das mögliche System der einstufigen Gewinnermittlung nach §§ 4 Abs. 1 iVm 5 EStG – Die Auslegung von § 4 Abs. 1 Satz 1 EStG im Hinblick auf die Zulässigkeit einer einstufigen steuerrechtlichen Gewinnermittlung

4. Auswirkungen des Gewinnermittlungssystems bei der Anwendung einkommensteuerrechtlicher Vorschriften

Bilanzberichtigung und -änderung sowie Sicherung einer zutreffenden Totalgewinnermittlung durch den Grundsatz des Bilanzzusammenhangs – Doppelbesteuerung bei der Realisation stiller Reserven von Wirtschaftsgütern des Betriebsvermögens, deren Wertminderung sich zumindest teilweise nicht gewinnmindernd ausgewirkt hat – An den Gewinn anknüpfende einkommensteuerrechtliche Vorschriften

Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung

Literatur- und Sachverzeichnis

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