Die Sozialadäquanz im Strafrecht

Rechtsfigur oder Mythos?

2020. 330 S.
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ISBN 978-3-428-15844-7
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ISBN 978-3-428-55844-5
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Beschreibung

Die Arbeit widmet sich der Rechtsfigur der Sozialadäquanz im Strafrecht, welche wie wohl keine Zweite einerseits zuhauf als Heilsbringer herangezogen, andererseits mindestens ebenso häufig in Gänze abgelehnt wird. Dies verwundert indes nur wenig, wird der Sozialadäquanz doch seitens deren Anhänger seit jeher die Kraft zugestanden, die Strafbarkeit trotz formeller Einschlägigkeit des Tatbestandes einzuschränken, wenn sich die zu beurteilende Handlung im Rahmen der gesellschaftlich bedingten Ordnung des Gemeinschaftslebens bewegt. Damit steht die Rechtsfigur freilich vor dem Spagat, die Vorgaben des Sollens nicht durch die Umstände des Seins zu durchbrechen, letztere aber gleichwohl im Strafbarkeitsverdikt zu berücksichtigen. Daher wird die lebhaft umstrittene Sozialadäquanz auf deren Grundlage sowie Berechtigung im Verbrechenssystem hin untersucht und letztlich auf die Straftheorien zurückgeführt, sodass sie als Rechtsfigur sui generis in Gestalt einer metateleologischen Reduktion begriffen wird.

Inhaltsübersicht

A. Vom Mythos der Sozialadäquanz

B. Entwicklung und Bedeutung der Sozialadäquanz

Anfänge der Lehre – Weitere Rezeption in der Literatur – Rezeption in der Rechtsprechung – Rezeption in der Gesetzgebung – Fazit

C. Bisherige Lösungsansätze zur Dogmatik der Sozialadäquanz

Begründung – Verortung – Kriterien

D. Eigener Lösungsansatz zur Dogmatik der Sozialadäquanz

Begründung – Verortung – Kriterien – Fazit

E. Ausgewählte Anwendungsfälle der Sozialadäquanz

Infektion mit Krankheiten – Teilnahme an Sportwettbewerben – Moderner Massenverkehr – Beleidigungsfreie Sphäre – Alltägliche Handlungen und Strafvereitelung – Bestechung

F. Zusammenfassung

Dogmatik – Funktionen – Vom Mythos zur Rechtsfigur

Literatur- und Stichwortverzeichnis

Pressestimmen

»Insofern ist die Dissertation nicht nur für den Rechtsdogmatiker, sondern auch für den Rechtspolitiker (dem sie besonders ans Herz gelegt wird) von großem Interesse.« Hasso Lieber, in: Richter ohne Robe, 1/2020

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