Die phänomenologische Frage nach dem Ursprung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Raumauffassung bei Husserl und Heidegger
1999. 361 S.
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Beschreibung

Für den heutigen Menschen ist die Auffassung vom Raum in entscheidender Weise durch einen Raumbegriff bestimmt, wie ihn vor allem die neuzeitliche mathematische Naturwissenschaft (seit Galilei) geprägt hat. Aufgabe dieser phänomenologisch ausgerichteten Untersuchung ist es zu zeigen, daß der mathematisch-naturwissenschaftliche Raum immer schon in einer ursprünglicheren Raumerfahrung wurzelt, aus der er im Verlauf der Geschichte erst entsprungen ist.

Zur Gewinnung eines ursprünglichen Raumbegriffs wendet sich der Autor in einer weit ausgreifenden Interpretation vor allem zwei Hauptwerken der Phänomenologie zu: E. Husserls Spätwerk "Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie" (1936) und M. Heideggers Grundwerk "Sein und Zeit" (1927). Husserls Rückgang vom (ideal-)geometrischen Raum auf unsere sinnlich-anschaulich erfahrene "Lebenswelt" kann zunächst als Entsprechung dessen angesehen werden, was in Heideggers berühmter "Zeug"- und Weltanalyse als der vortheoretisch-praktische Umgang mit den alltäglichen Gebrauchsdingen in den Blick tritt. Eine vertiefende Analyse zeigt hingegen, daß Husserls Unterscheidung zwischen dem idealisierten und dem lebensweltlich-anschaulichen Raum für Heidegger als nur relative Differenz noch auf die Seite des theoretisch-apraktischen Welterkennens gehört. Darüber hinaus untersucht Neumann, inwiefern die aufgezeigten Phänomene im Spätdenken Heideggers (nach der vielberufenen "Kehre") in einer gewandelten Weise in den Blick treten.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: Einleitung: Thema und Grenzen der Untersuchung - Das philosophische Zwiegespräch zwischen Husserl und Heidegger - Der Aufriß der Abhandlung - Teil A: Lebensweltlicher und mathematisch-naturwissenschaftlicher Raum in der transzendentalen Phänomenologie Husserls: Die Krisis der europäischen Wissenschaften als Ausgangspunkt in Husserls Spätwerk - Galileis Urstiftung der neuzeitlichen mathematischen Naturwissenschaft auf dem Boden der Euklidischen Geometrie - Gesamtcharakteristik des Problems der Lebenswelt - Die kinästhetische Motivation der Konstitution von Ding und Raum - Teil B: Die am Leitfaden des Daseins entfaltete Frage nach dem Raum und der mathematischen Wissenschaft vom reinen, homogenen Raum in der hermeneutischen Phänomenologie Heideggers: Erster Abschnitt: Die Frage nach dem Raum in der transzendentalhorizontalen Blickbahn der Fundamentalontologie: Vom besorgend-vertrauten Aufgehen in der Welt zum Welterkennen - Die Analytik der daseinsmäßigen Räumlichkeit und der Raum - Zeitlichkeit und Räumlichkeit - Zweiter Abschnitt: Die Frage nach dem Raum im ereignisgeschichtlichen Denken - Literaturverzeichnis - Personen- und Sachregister

Pressestimmen

»This book is a ›jewel‹ for all researchers, who are interested in the phenomenological foundations of mathematics and natural sciences. [...] [The book] has a very coherent structure, a richness of understanding in the field of philosophy and history of science, an impressive apparatus of documentations and hints within the footnotes, and an excellent bibliography. But more important is, that the book opens in a stimulating way what was forgotten in today's philosophy: the debate about the space.«
P. Raes, in: Tijdschrift voor Filosofie, 62/2000

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