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Die Konstitution des Friedens als Rechtsordnung

Zum Verständnis rechtlicher und politischer Bedingungen der Friedenssicherung im internationalen System der Gegenwart. Hrsg. von Klaus Dicke / Stephan Hobe / Karl-Ulrich Meyn / Eibe Riedel / Hans-Joachim Schütz

1996. 348 S.
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ISBN 978-3-428-08586-6
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Beschreibung

Die Wandlungen des internationalen Systems nach dem Fortfall der Ost-West-Konfrontation haben die "Organisation der Welt" vor neue Herausforderungen gestellt. Sowohl im europäischen als auch im globalen Rahmen geht es darum, tragfähige institutionelle Lösungen für die Aufgabe des Friedens, d. h. für gemeinsames Handeln auf der Grundlage von Vereinbarungen in Fragen, die alle angehen, zu finden. Dabei gilt es, an jene völkerrechtliche Entwicklungen der Nachkriegszeit anzuknüpfen, welche mit einer bisher in der Geschichte nicht gekannten Konsequenz auf eine Konstitution des internationalen Friedens als Rechtsordnung hinzielen. Der Menschenrechtsschutz sowie die Normen und Verfahren des Friedensvölkerrechts, wie sie sich seit dem Zweiten Weltkrieg vor allem unter der Ägide der Vereinten Nationen, aber auch auf regionaler, etwa europäischer, Ebene herausgebildet haben, stellen dabei wesentliche völkerrechtliche Ansatzpunkte dar.

Jost Delbrück hat in einer Vielzahl von Aufsätzen auf diesen zivilisatorischen Aspekt der Völkerrechtsentwicklung hingewiesen. Die Wertgebundenheit des Völkerrechts ebenso wie seine Offenheit angesichts des weltpolitischen Pluralismus zu wahren, ist der Kern seines Verständnisses der "internationalen Friedensordnung als rechtliche und politische Gestaltungsaufgabe". Die hier vorgelegte Auswahl von Aufsätzen Jost Delbrücks, die seine Schüler anläßlich seines 60. Geburtstages zusammengestellt haben, hat mit dem genannten Focus auch in einem nach Neuordnung suchenden internationalen System nichts an Aktualität und Orientierungskraft eingebüßt.

Jost Delbrück hat den engen Zusammenhang zwischen den Menschenrechten und der Bewahrung des Friedens auf europäischer und internationaler Ebene herausgearbeitet: Dauerhafter Frieden ist ohne Verwirklichung der Menschenrechte nicht möglich, was zugleich eine deutliche Relativierung der Souveränität der Staaten mit sich bringt. Die zusammengestellten Aufsätze analysieren dieses Spannungsverhältnis aus völkerrechtlicher und Friedenswissenschaftlicher Sicht und würdigen damit den Beitrag des Völkerrechts zur Sicherung des Friedens.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: 1. Teil: Menschenrechte: Menschenrechte - Grundlage des Friedens? - Menschenrechte und Souveränität - Die UNESCO im Dienste des Menschenrechtsschutzes: Die speziellen Gewährleistungen auf den Gebieten Erziehung, Wissenschaft, Kultur und ihre Durchsetzung - Drittwirkung der Grundrechte durch völkerrechtliche Verpflichtung? - Human Rights and International Constitutional Cooperation - Die kulturelle und individuelle Identität als Grenzen des Informationspluralismus? - 2. Teil: Europäische Friedensordnung: Regionale Zusammenschlüsse und ihre Auswirkung auf die Souveränität der Staaten - Zugleich ein Beitrag zur Frage der Funktionsfähigkeit des Nationalstaates unter den Bedingungen der modernen Welt - Die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa - Von Deklamationen über Deklarationen zu einer neuen Sicherheitsordnung in Europa? - Modelle eines gesamteuropäischen Sicherheitssystems - In Search of a Lasting System of European Security - Chances and Hazards of some Models of European Security Systems - A European Peace Order and the German Question: Legal and Political Aspects - 3. Teil: Internationale Friedensordnung: Souveränität und Nationalstaat im Wandel - Die Adäquanz der völkerrechtlichen Kriegsverhütungs- und Friedenssicherungsinstrumente im Lichte der Kriegsursachenforschung - Politische Instrumente zur Beeinflussung von Regierungen: Diplomatie, Völkerrecht und internationale Organisationen - Eine internationale Friedensordnung als rechtliche und politische Gestaltungsaufgabe - Zum Verständnis rechtlicher und politischer Bedingungen der Friedenssicherung im internationalen System der Gegenwart - Peace Through Emerging International Law - Peacekeeping by the United Nations and the Rule of Law - Wirksameres Völkerrecht oder neues "Weltinnenrecht"? - Perspektiven der Völkerrechtsentwicklung in einem sich wandelnden internationalen System

Pressestimmen

»Das vorliegende Werk belegt, daß man den Verfasser der Aufsätze als einen der vorzüglichsten Kenner der Staatskunst – verstanden als Kunst, Frieden und andere Gemeinwohlgüter der Völkergemeinschaft international zu sichern – bezeichnen darf. Die Lektüre des Bandes verschafft nicht nur intellektuellen Gewinn, sondern ist auch ein sprachlicher Genuß.«
Prof. Dr. Christian Tomuschat, in: Archiv des Völkerrechts, Heft 1/1999

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