Die Kinder- und Jugendpornografiedelikte im Zeitalter der Neuen Medien
2024. 14 Tab. (darunter 1 farbige), 1 farbige Abb.; 453 S.
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ISBN 978-3-428-18994-6
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ISBN 978-3-428-58994-4
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Beschreibung

Im Zeitalter der Neuen Medien und einer digitalisierten Welt entstehen vielfältige Fallkonstruktionen, denen mit Strafnormen begegnet werden soll, die ursprünglich vor dem Zeitalter der Neuen Medien entstanden sind. Die Abhandlung unternimmt eine strafrechtsdogmatische Betrachtung der Strafgründe und zeigt anhand einer Untersuchung der Täter, Opfer und des existenten Materials etwaige Unzulänglichkeiten sowie Überregulierungen bei der gegenwärtigen Strafbarkeit der Kinder- und Jugendpornografiedelikte. Der Autor macht deutlich, dass die Aufteilung in § 184b und § 184c StGB mit Blick auf Vorsatzfragen fehleranfällig ist, und problematisiert die Frage, ob die weit vor den Neuen Medien entstandenen Normen aufgrund der Novellierung im Rahmen des 60. StGBÄndG in der Anwendung – unabhängig von dem gewählten technischen Übertragungsweg etwaiger Inhalte – zukunftsfest sind.

Inhaltsübersicht

A. Der Pornografiebegriff des Strafgesetzbuchs
Der Pornografiebegriff des § 184 StGB – Der Kinderpornografiebegriff des § 184b StGB – Der Jugendpornografiebegriff des § 184c StGB – Abgrenzung von Pornografie zu Bildaufnahmen des § 201a StGB – Pornografische Bildaufnahmen im JMStV und JuSchG – Abschließende Bewertung des Pornografiebegriffs

B. Empirische Grundlagen der Täter- und Opferprofile und der Pornografie
Die Täter der Kinderpornografiedelikte – Abgebildetes Opferstereotyp der Kinderpornografiedelikte – Reales kinderpornografisches Material – Die Verbreitung der kinderpornografischen Inhalte

C. Tatbestandsanalyse im Zeitalter der Neuen Medien nach dem 60. StGBÄndG
Historie der Pornografiedelikte in technischer Hinsicht – Anwendungsschwierigkeiten aufgrund des technischen Fortschritts – Die Tatbestandsmerkmale des § 184b StGB – Der Tatbestand des § 184c StGB nach dem 60. StGBÄndG – Der Tatbestand des § 184 StGB nach dem 60. StGBÄndG

D. Begründbarkeit der Kriminalisierung der Kinderund Jugendpornografiedelikte
Anforderungen an Strafbarkeitsgründe – Begründbarkeit der Strafnorm in § 184b StGB – Begründbarkeit der Strafnorm in § 184c StGB – Gründe gegen eine strafrechtliche Sanktion der Kinder- und Jugendpornografiedelikte – Zwingende Gründe für eine Strafbarkeit der Kinderund
Jugendpornografiedelikte aufgrund internationaler Verpflichtungen

E. Anwendungsschwierigkeiten des § 184b und § 184c StGB
Die Scheinminderjährigkeit – Feststellung des Alters – Irrtumskonstellationen aufgrund der unterschiedlichen Tatbestände – Die Begründung des § 184b Abs. 5 StGB (Tatbestandsausschluss) – Der Variantenirrtum bei Anwendung des § 184b Abs. 3 StGB

F. Schlussbewertung
Was ist nach juristischer Auffassung Kinderpornografie? – Wer sind die Täter und Opfer der Kinder- und Jugendpornografiedelikte und wie sieht Kinderpornografie in der Realität aus? – Warum bestrafen wir die Tatbegehungsmodalitäten der Kinder und Jugendpornografiedelikte? – Ist die Ausgestaltung des § 184b und § 184c StGB mit Blick auf die die Strafbarkeit tragenden Strafgründe gelungen? – Ist die Ausgestaltung des § 184b und § 184c StGB mit Blick auf die Fortschritte der Digitalisierung zukunftsfest?

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