Die institutionelle Ausgestaltung von Wirtschaftsordnungen

Eine dogmengeschichtliche Untersuchung im Lichte des Ordoliberalismus und der Neuen Institutionenökonomik

2003. Tab., Abb.; 335 S.
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ISBN 978-3-428-10997-5
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ISBN 978-3-428-50997-3
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ISBN 978-3-428-80997-4
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Beschreibung

Die Herausforderungen der Globalisierung machen eine Anpassung politischer und rechtlicher Institutionen an neue gesellschaftliche und ökonomische Gegebenheiten notwendig. Eine ordnungspolitische Fundierung der wirtschaftspolitischen Diskussion ist dringend geboten. Mit seiner Arbeit leistet Marc Evers einen Beitrag zu einer modernen Argumentationsgrundlage für ordnungspolitische Gestaltungsvorschläge. Ziel ist es, Ansätze der heutigen Neuen Institutionenökonomik und des "traditionellen" Ordoliberalismus deutscher Prägung anhand konkreter Problemstellungen zu verbinden.

Im Hauptteil seiner Arbeit stellt Evers zunächst Kernpunkte und vorhandene Schnittmengen ordoliberaler Ordnungstheorie und der Neuen Institutionenökonomik dar. Sodann untersucht er fünf Problembereiche jeweils aus der Sicht der Neuen Institutionenökonomik und des Ordoliberalismus. Im einzelnen beleuchtet Evers die Theorie der Änderung ökonomischer Rahmenbedingungen, das Monopolproblem, die ökonomische Analyse des Rechts, die ökonomische Theorie der Politik und die Verfassungsökonomik. Anschließend arbeitet Evers Ursachen für Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Forschungsrichtungen vor dem Hintergrund verschiedener Lebens- und Erfahrungswelten der Autoren heraus. Im Lichte der Ergebnisse tritt Evers zwei Kritikpunkten entgegen, die dem Ordoliberalismus häufig entgegengebracht werden - der Kritik an der Exogenität des Euckenschen "Datenkranzes" sowie an der angeblichen Annahme allmächtiger und wohlmeinender Politiker.

Evers zeigt, daß nahezu sämtliches Gedankengut der Ordoliberalen in der Sprache der Neuen Institutionenökonomik aufbereitet werden kann. Beide Forschungsrichtungen gewinnen zudem an Erklärungspotential: Die eher effizienzorientierte Neue Institutionenökonomik läßt sich um Aspekte ökonomischer Macht erweitern, der eher an Machtproblemen orientierte "klassische" Ordoliberalismus wird durch Effizienzgesichtspunkte aufbereitet. Mit der integrativen Untersuchung beider Zweige liefert Evers ein Argumentationsrüstzeug mit großem Erklärungspotential und leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung der ökonomischen Politikberatung.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: A. Einleitung: Erkenntnisziele der Ordnungsökonomik - Erkenntnisziele der Neuen Institutionenökonomik - Ziel der Arbeit: Synthese - B. Vorbetrachtungen: Ordoliberale Ordnungstheorie - Ordnungstheorie und Neue Institutionenökonomik - Brücken - Zentralbegriffe - C. Ausgewählte Problembereiche: Die Änderung von Randbedingungen - Private Willensbildung I: Das Monopolproblem - Private Willensbildung II: Ökonomische Analyse des Rechts - Öffentliche Willensbildung I: Ökonomische Theorie der Politik - Öffentliche Willensbildung II: Ökonomische Theorie der Verfassung - D. Kritische Würdigung: Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse - Die Auffassungen der Schulen im Lichte unterschiedlicher Rahmenbedingungen - Würdigung von Kritikpunkten im Lichte der Ergebnisse - E. Abschluß - Literaturverzeichnis - Stichwortverzeichnis

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