Die Grund- und Menschenrechte in der deutschen Staatslehre des 19. Jahrhunderts
2004. 322 S.
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ISBN 978-3-428-11110-7
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ISBN 978-3-428-51110-5
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ISBN 978-3-428-81110-6
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Beschreibung

Die Staatsrechtswissenschaft der Bundesrepublik Deutschland war längst zu einer Grundrechtswissenschaft geworden, bevor man sich Anfang der 80er Jahre der Geschichte der Grund- und Menschenrechte zuzuwenden begann. Insbesondere ihr Schicksal im "langen 19. Jahrhundert" zwischen 1789 und 1914 harrte noch der Erforschung. Speziell der Versuch eines dogmengeschichtlich orientierten Gesamtüberblicks stand bislang aus. Rüdiger Suppé unternimmt es, diese Lücke zu schließen.

Der Autor entwirft ein Bild der Grund- und Menschenrechte in der deutschen Staatsrechtslehre vom klassischen Naturrecht bis zur Erstarrung der Grundrechtsdogmatik am Vorabend des I. Weltkriegs. Neben einer Fülle von Einzelheiten - es werden die Ansichten von über 30 einschlägigen Autoren untersucht - arbeitet Suppé die klaren Linien der rechtsdogmatischen Positionen heraus und fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen. Das Resultat ist eine gut lesbare, anregende Lektüre, in der trotz der Fülle der Details die Zwangsläufigkeit der Entwicklung als Ganzes präsent bleibt.

Ein signifikanter Beitrag für die historische Grundrechtswissenschaft sowie die moderne Grundrechtsforschung.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: Einleitung - 1. Teil: Die Frühgeschichte der Grundrechte - 2. Teil: Die Freiheitsrechtsentwicklung im Kontext der französischen Revolution sowie im napoleonischen Deutschland: Die Verarbeitung der Erklärung der Menschenrechte in der spätaufgeklärten Gesellschaft - Staatliches Reformwerk in Preußen und Österreich: die einfachgesetzliche Verwirklichung der herrschaftsirrelevanten Freiheitssphäre - Grundrechtsdeklarationen in den Rheinbundstaaten und erste wissenschaftliche Bearbeitungen - 3. Teil: Der Wiener Kongreß: Politische Fundamente des Metternichschen Systems in der Deutschen Bundesakte und der Wiener Schlußakte - Zusammenfassung - 4. Teil: Freiheitsrechtspublizistik im Vormärz: Die verfassungstheoretische und -politische Matrix der Freiheitsrechte im Vormärz - Methodologische Vorüberlegungen - Die einzelnen Gruppierungen - Die fraktionsübergreifenden Gemeinsamkeiten und Zusammenfassung - 5. Teil: Menschenrechte, Sozialismus und Frühkommunismus: Die Menschenrechte und die frühsozialistische Rechtslehre - Der theoretische Sozialismus außerhalb der Staatslehre - 6. Teil: Die bürgerliche Revolution von 1848 und die Grundrechte des deutschen Volkes: Einleitung - Die Wirkgrunddebatte - Rechtstechnische Erfassung der Grundrechte - Das Maß an Konkretisierung - Der Begriff - Zusammenfassung - 7. Teil: Der Nachmärz: Einleitung - Einzelne Autoren - 8. Teil: Die positivistische Wende: Carl Friedrich von Gerber: Vorbemerkung - Gerbers wissenschaftliche Axiome - Öffentliches Recht als Willensmacht - Grundrechte als Volksrechte - Grundrechte als Grundlage der subjektiv-öffentlichen Rechte - Ergebnis - Max von Seydel - 9. Teil: Die Grundrechtslehre im Reichsstaatsrecht: Einleitung - Dogmatische Hauptfragen - Die Grundrechte als objektives Recht - Die Grundrechte als subjektives Recht - Die dogmatische Verselbständigung der subjektiv-öffentlichen Rechte: Georg Jellinek - Epilog: Am Vorabend des ersten Weltkrieges: Kompilation und Erstarrung der Grundrechtslehre - Zusammenfassung und Ergebnis - Literaturverzeichnis

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