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Die Diskussion um ein Insolvenzrecht für Staaten

Bewertungen eines Lösungsvorschlages zur Überwindung der Internationalen Schuldenkrise

2003. Abb.; 303 S.
Erhältlich als
84,00 €
ISBN 978-3-428-10608-0
sofort lieferbar

Beschreibung

Die Internationale Schuldenkrise steht seit mehr als zwei Jahrzehnten auf der Agenda von Politik und Weltöffentlichkeit. Nachdem der Kreislauf von Überschuldung, Entschuldung und Neuverschuldung jahrelang nicht durchbrochen wurde, sind neue Lösungskonzepte gefragter denn je. Jetzt wird ein Lösungsvorschlag auf breitester Ebene - von der Erlassjahr-Kampagne bis hin zum Internationalen Währungsfonds - diskutiert: die Einführung eines "Insolvenzrechts für Staaten".

Die Autoren des vorliegenden Buches wollen zur Fundierung der Diskussion beitragen und stellen vier Fragenkomplexe in den Mittelpunkt, die aus dem Blickwinkel unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen diskutiert und beantwortet werden:

Wie lässt sich allgemein Entschuldung und im Speziellen ein Insolvenzrecht für Staaten philosophisch und theologisch begründen?

Auf nationaler Ebene sprechen sowohl ethische als auch ökonomische Gründe für ein Insolvenzrecht. Welche Hindernisse stehen der Schaffung einer solchen Institution auf internationaler Ebene entgegen, und lassen sich diese Probleme gegebenenfalls beseitigen?

Welche völkerrechtlichen Probleme ergeben sich bei der Einführung eines Insolvenzrechts für Staaten?

Welche veränderten Anreizwirkungen ergeben sich durch die Schaffung eines Insolvenzrechts für Staaten aus Sicht potentieller Kreditgeber und Kreditnehmer für die Zukunft?

Inhaltsübersicht

Inhalt: W. Hinsch, Die Verschuldung ärmster Entwicklungsländer aus ethischer Sicht - G. Kruip, Nicht so bescheiden! (Korreferat) - A. Kallhoff, Entschuldung: Eine Frage der Gerechtigkeit? (Korreferat) - T. Hoppe, Entschuldung aus der Perspektive der Menschenrechte und eines Rechts auf Entwicklung - A. Auprich, Entschuldung, Menschenrechte und das Recht auf Entwicklung (Korreferat) - N. Brieskorn SJ, Recht, Menschenrecht, Entwicklung (Korreferat) - E. Otto, Sozialethische Programme zur Überwindung nationaler Schuldenkrisen in der Antike und ihre programmatische Bedeutung für die Überwindung der heutigen Internationalen Schuldenkrise - R. Kessler, Verschuldung und Entschuldung: der fremde Blick der Bibel (Korreferat) - G. Scheuermann, Schuldenerlass im Neuen Testament (Korreferat) - T. Kesselring, Entschuldung aus kommunitaristischer Perspektive - E. Altvater, Entschuldung aus kommunitaristischer Perspektive? (Korreferat) - P. Rottländer, Motivierende ethische Argumentationen: Eine formale Beschreibung von drei Wegen der Argumentation für ein Insolvenzrecht für Staaten im Anschluss an die Moralphilosophie von Michael Walzer (Korreferat) - D. Aufderheide, Zur Einführung eines Insolvenzrechts für Staaten. Eine moralökonomische Analyse - R. Eschenburg, Bemerkungen zur moralökonomischen Bewertung eines Insolvenzrechts für Staaten (Korreferat) - P. Hersel, Moralökonomische Bewertung eines Insolvenzrechts für Staaten (Korreferat) - C. G. Paulus, Ein Insolvenzverfahrensrecht für Staaten - K. Raffer, Ökonomische Überlegungen zu einem Insolvenzverfahren für Staaten im Lichte der neuen Diskussion (Korreferat) - E. Terberger-Stoy, Überlegungen zu einem Insolvenzverfahrensrecht für Staaten (Korreferat) - T. Marauhn, Nachhaltiges Schuldenmanagement: Völkerrechtliche Rahmenbedingungen für ein zwischenstaatliches Insolvenzverfahren

Pressestimmen

»Fazit: Es handelt sich um eine ausgezeichnete Publikation, die einen guten Überblick über die relevanten Argumente zur Problematik der notwendigen Einführung eines Insolvenzrechts für Staaten gibt. Positiv hervorzuheben ist auch die große Interdisziplinarität der Beiträge. Ökonomen, Philosophen, Politologen und Theologen haben, jeweils aus ihrer Perspektive, das Problem der Entschuldung, deren Konsequenzen und die Möglichkeit der Überwindung durch die Einführung eines Insolvenzrechts für Staaten analysiert. Diese Publikation bietet ein ausgezeichnetes Beispiel von der Fruchtbarkeit eines interdisziplinären Ansatzes. Für jeden, der sich mit diesen Fragen beschäftigt, ist sie zu empfehlen, da sowohl die sachlichen, als auch die ethischen sowie theologische Aspekte kenntnisreich dargestellt werden.« Prof. Werner Lachmann, in: Wirtschaft und Ethik, Dez. 2004

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