Die Aussetzung nach § 221 Abs. 1 StGB
2009. Tab.; 554 S.
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Beschreibung

Der seit seinem Inkrafttreten 1871 nahezu unverändert gebliebene Grundtatbestand der Aussetzung wurde durch das 6. StrRG von 1998 unter weitgehendem Rückgriff auf § 139 Entwurf 1962 reformiert und nach dem gesetzgeberischen Willen erweitert. Die Klärung, ob dieser Reformteil dem Gesetzgeber gelungen ist und vor allem wie die Tatbestandsmerkmale des Grundtatbestandes nach der Reform der Norm auszulegen sind, steht im Zentrum der vorliegenden Arbeit.

Im Ergebnis bejaht Martin Wielant einen deutlich erweiterten Anwendungsbereich des § 221 Abs. 1 StGB n.F. Das zeigt sich schon im Normtext durch die Aufhebung des beschränkten Opferkreises zugunsten jedes Menschen als möglichem Opfer. Zudem wird nunmehr - abweichend von der früher überwiegend vertretenen Ansicht - eine Neuauslegung der beiden Tathandlungen, Versetzen und Imstichlassen, ohne Beschränkung auf räumlich geprägte Bewegungsvorgänge präferiert und hergeleitet. Im Gegensatz zu der überwiegenden Meinung in der Wissenschaft - jedoch in Anknüpfung an die Idee einer konsequenten Neuauslegung des Tatbestandes - bestimmt der Autor den Inhalt des Merkmals der hilflosen Lage, das Verhältnis der beiden Tatalternativen zueinander sowie deren Abgrenzung voneinander.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: 1. Einleitung: Einführung in Gegenstand und Problematik der Untersuchung - Eingrenzung des Themas - 2. Bedeutung der Aussetzungsnorm in Praxis und Wissenschaft - 3. Historischer Überblick zur Entwicklung des Aussetzungstatbestandes bis zur heutigen Fassung: Die gesetzlichen Fassungen des Tatbestandes der Aussetzung - Die Reformbestrebungen zum Aussetzungstatbestand seit Beginn des 20. Jahrhunderts - Ergebnis zum historischen Teil - 4. Der Grundtatbestand der Aussetzung nach dem heutigen Verständnis von Rechtsprechung und Literatur: Die Tätereigenschaft bei der Aussetzung, insbesondere die Obhuts- oder Beistandspflicht - Der Kreis tauglicher Opfer i.S.v. § 221 Abs. 1 StGB - Die Tathandlung der Aussetzung - Das situationsbezogene Tatbestandsmerkmal der hilflosen Lage - Das Verhältnis der beiden Tathandlungen zueinander und ihre gegenseitige Abgrenzung - Die Gefährdungsklausel: Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung - Problematische Anwendungsfälle der Aussetzung - 5. Zusammenfassung und Endergebnis - 6. Annex: Die Zukunft der Aussetzung? - 7. Anhang: Gesetzliche Fassungen der Aussetzung - Übersicht über die Reformvorschläge der Aussetzung von 1909 bis 1998 - Normen des ausländischen Rechts - Rechtsprechung zur Aussetzung - Literatur-, Quellen- und Stichwortverzeichnis

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