Die Anerkennung ausländischer Gesellschaften im französischen und deutschen Rechtskreis

Die historische Entwicklung der Sitztheorie und ihr gegenwärtiger Stand

2014. 507 S.
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ISBN 978-3-428-14352-8
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ISBN 978-3-428-54352-6
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ISBN 978-3-428-84352-7
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Beschreibung

Die Anerkennung einer nach ausländischem Recht gegründeten Gesellschaft im Inland ist eine Problematik, die derzeit im Kontext der Niederlassungsfreiheit für aufsehenerregende Gerichtsurteile des EuGH sorgt und in den Mitgliedsstaaten (zumindest mittelbar) zu Umwälzungen im nationalen und internationalen Gesellschaftsrecht führt.

Dies nahm die Autorin zum Anlass, die Entwicklung der Sitztheorie im deutschen und französischen Rechtskreis aus rechtshistorischer Perspektive zu analysieren. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse bewertet sie aktuelle Rechtsentwicklungen in Deutschland, Frankreich und Belgien.

In den betrachteten Sitztheoriestaaten bestehe traditionell ein enger inhaltlicher Zusammenhang zwischen nationalem Sach- und Kollisionsrecht. Die Autorin resümiert, dass das deutsche MoMiG mit diesem historisch gewachsenen Prinzip bricht und daher unter der Gefahr eines »race to the bottom« rechtspolitisch verfehlt ist, zumal das Europarecht einen solchen Paradigmenwechsel nicht erzwingt.

Inhaltsübersicht

A. Einleitung

Gegenstand der Arbeit – Bisheriger Forschungsstand

B. Der Umgang mit fremden Gesellschaften in Frankreich, Belgien und Deutschland aus rechtshistorischer Perspektive

Die Entwicklung der Anerkennung ausländischer Gesellschaften – Die Entwicklung der Sitztheorie – Europäischer Einfluss und Implikationen für Sach- und Kollisionsrecht

C. Schlussbetrachtung

Entwicklungslinien der Sitzanknüpfung in Frankreich und Belgien – Entstehung der Sitztheorie in Deutschland – Vergleichende Betrachtung – Bewertung des heutigen Gesellschaftsrechts in Europa im Spiegel der Anerkennungsgeschichte

Literatur- und Sachwortverzeichnis

Pressestimmen

»Die Erlanger Dissertation von Aline Kühne stellt die überfällige Frage nach den historischen Wurzeln der Sitztheorie, um darauf aufbauend auch Erkenntnisse für die aktuelle Debatte zu gewinnen.[...] Es gibt nicht viele Arbeiten, die sich einer rechtshistorischen Fragestellung auch mit einem genuinen Gegenwartsbezug widmen, ohne sich dem Vorwurf des Anachronismus aussetzen zu müssen. Ein Vorzug, der die Arbeit nicht nur für Rechtshistoriker, sondern auch für Gesellschafts- und Aktienrechtler interessant macht.« Prof. Dr. Louis Pahlow, in: Zeitschrift für Neuere Rechtsgeschichte, Jg. 39, Nr. 1-2 / 2017

»Insgesamt ist das vorliegende Werk eine kenntnisreiche, sehr detaillierte Aufarbeitung der historischen Entwicklung des Umgangs mit ausländischen Gesellschaften in Frankreich, Belgien und Deutschland. Diese ordnet die Autorin in die Entwicklung des nationalen Gesellschaftsrechts ein und zeigt gut nachvollziehbar auf, welche Rückwirkungen diese Veränderungen auf die Anerkennung der ausländischen Gesellschaften hatten. Ihre Ausführungen belegt die Autorin mit zahlreichen Direktzitaten und arbeitet sich zum Teil bis in Details vor, etwa wenn sie sich sogar mit Entscheidungen lokaler Instanzgerichte aus dem 19. Jahrhundert auseinandersetzt. Wer historische Ausführungen (mit einem Schwerpunkt im 19./20. Jahrhundert) zur Sitztheorie sucht, wird das Werk von Kühne mit seiner umfangreichen und detaillierten Aufarbeitung gerne konsultieren.« Christoph Kumpan, in: Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht, Bd. 80, 2/2016

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