Deutschsprachige Literatur im Baltikum und in Sankt Petersburg
2010. Abb.; 261 S.
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36,00 €
ISBN 978-3-428-13241-6
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Beschreibung

Ungeachtet der exponierten geographischen Lage des Baltikums braucht die dort entstandene deutschsprachige Dichtung, vor allem die der frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts, in Form und Inhalt den Vergleich mit Werken der jeweiligen literarischen Avantgarde nicht zu scheuen. Durchreisende, zuziehende und einheimische Dichter und Schriftsteller verliehen dieser Dichtung eine unverwechselbare Prägung. Besonders eng mit der geistigen Kultur des Baltikums verbunden zeigte sich die nahegelegene Hauptstadt des Russischen Reiches, Sankt Petersburg, wo sich Einzelpersonen und literarische Zirkel gleichfalls der Pflege deutschsprachiger Literatur widmeten.

Literaturwissenschaftler aus Deutschland, Estland, Lettland und Rußland ordneten auf einer Tagung der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen die deutschsprachige Literatur des Baltikums und Sankt Petersburgs in deren konkreten historischen bzw. sozialgeschichtlichen Kontext ein.

Inhaltsübersicht

Inhalt: I. Einführungen: C. L. Gottzmann, Deutschsprachige Literatur im Baltikum und in Sankt Petersburg - M. Garleff, Historische und sozialgeschichtliche Voraussetzungen für die literarische Kultur des Baltikums vor 1900 - II. Baltikum: W. H. Preuß, Baltische Gutsherrschaft im Zeichen der Aufklärung. Oberpahlen/Põltsamaa im 18.Jahrhundert - O.-H. Elias, August von Kotzebue, baltischer Beamter und Dichter. Seine Revaler Theaterstücke als Texte der politischen Aufklärung - M. Grudule, "... sie empfinden nur, dass sie leben ...". Der Lette in deutschbaltischer Prosa um die Wende vom 19. zum 20.Jahrhundert - H. Scheunchen, "Doppelte Feder, ja dreifache gar": Komponistenschriftsteller: Doppelbegabungen in der deutschbaltischen Geistesgeschichte. Ein Überblick - M. Saagpakk, Verlust und Rückgewinnung im Wort. Deutschbaltische Autobiographien nach 1945 - III. Sankt Petersburg: L. Kirjuchina, Jenseits des Kanons: Grundzüge der Petersburger deutschen Literatur - A. Keller, Friedrich Schiller und der geistige Aufbruch in Rußland um 1800. Zur Bedeutung von Ideen, die die Welt verändern - Anhang: H. Scheunchen,$z "Doppelte Feder, ja dreifache gar". Leseheft und Konzertbegleiter

Pressestimmen

»Die in vielen Beiträgen angesprochenen Transfers zwischen der deutschen, lettischen und russischen Literatur und Kultur sind wegweisend für künftige Forschungen, die sich nicht nur auf übersetzerische Tätigkeit begrenzen sollten. Die Bedeutung dieses Bandes für die Fachwelt kann nicht hoch genug veranschlagt werden. Gleichzeitig stellt diese Studie einen bemerkenswerten Beitrag zur Erforschung der deutschen Literatur und Kultur insgesamt dar.«
Natalia Shchyhlevska, in: fachbuchjournal, 6/2011

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