Der Pflichtverletzungstatbestand des § 299 StGB
2019. 228 S.
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Beschreibung

Im November 2015 wurde § 299 StGB um zwei Regelungsvarianten ergänzt. Die neuen Tatbestandsmodalitäten sehen vor, dass sich auch ein Angestellter oder Beauftragter wegen Bestechlichkeit strafbar machen kann, der vorteilsveranlasst eine Pflicht gegenüber seinem Unternehmen verletzt. Vor der Einführung der Varianten erfasste die Regelung nur Unrechtsvereinbarungen, deren Gegenstand eine unlautere Bevorzugung im Wettbewerb war.

Diese Neuregelung steht im Zentrum der Untersuchung. Die Autorin beleuchtet den Sinngehalt der europarechtlichen Vorgaben, analysiert die neuen Tatbestandsvarianten unter grammatikalischen, historischen, teleologischen und systematischen Gesichtspunkten und unterbreitet einen Vorschlag für eine restriktive Auslegung. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse stellt sie ferner den kriminalpolitischen Sinngehalt der Neuregelung dar und umgrenzt den praktischen Anwendungsbereich anhand konkreter Fallgruppen.

Inhaltsübersicht

Einführung

Gegenstand und Anlass der Untersuchung – Gang der Untersuchung

1. Inhalt, Hintergrund und Bezeichnung der Neuregelung

Der Inhalt der Neuregelung – Der Hintergrund der Neuregelung – Die Bezeichnung der Neuregelung

2. Der Schutzzweck

Der Rechtsgutsbegriff – Die bisherigen Ansichten zum Schutzzweck – Die Ermittlung des tatsächlichen Schutzzwecks – Das Ergebnis der Auslegung

3. Das verfassungsrechtliche Bestimmtheitsgebot und die restriktive Auslegung

Die Funktionskomponenten des § 103 Abs. 2 GG – Die Bestimmtheit des Pflichtverletzungstatbestandes

4. Das kriminalpolitische Bedürfnis

Zivilrechtliche Vermeidbarkeit. Bedeutung und Funktion der Criminal Compliance – Schließung strafrechtlicher Regelungslücken – Kontrollüberlegung. Die Strafwürdigkeit und Strafbedürftigkeit der tatbestandlich normierten Angriffsweise

Darstellung der wesentlichen Erkenntnisse: Sechs abschließende Thesen

Schlusswort

Literatur- und Sachverzeichnis

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