Der Justizgewährleistungsanspruch des Dopingsünders
2018. 383 S.
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ISBN 978-3-428-15610-8
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ISBN 978-3-428-55610-6
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ISBN 978-3-428-85610-7
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Beschreibung

Der Rechtsstreit der deutschen Eisschnellläuferin Claudia Pechstein gegen ihre Dopingsperre durch den Court Arbitration Sport (CAS) hat das System der internationalen Sportschiedsgerichtsbarkeit in die Öffentlichkeit und den Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses gerückt. Entlang des bisher wenig konturierten allgemeinen Justizgewährleistungsanspruchs werden die Besonderheiten des Sportrechts und die Freiwilligkeit der Schiedsvereinbarung eingehend untersucht. Mit Blick auf den enormen Zwangsdruck im Zeitpunkt der Unterzeichnung sind die Anforderungen an die Unabhängigkeit des CAS, die Ausgestaltung der Verfahrensordnung und die Rechtsmittel besonders hoch anzusetzen; diesen Anforderungen wird die Sportschiedsgerichtsbarkeit derzeit nicht gerecht. Neben der Unfreiwilligkeit des Grundrechtsausübungsverzichts folgt daraus auch ein Schutzpflichtverstoß bei Anerkennung der Schiedsvereinbarung. Die staatliche Gewalt ist aufgerufen, der Schiedsvereinbarung zum CAS die Anerkennung zu verweigern, solange die Anforderungen nicht gewahrt werden.

Inhaltsübersicht

§ 1 Einführung

Problemaufriss: der Fall Pechstein – Wissenschaftliche Fragestellung – Stand der Forschung – Ziele der Untersuchung und Gang der Darstellung

§ 2 Die Gerichtsbarkeit bei »Doping« im Sport – Grundlagen

Die Dopingprävalenz im Sport – Der Kampf gegen Doping – Der sportrechtliche Sanktionsmechanismus – Ergebnis zu § 2: Andauernder Anti-Doping-Kampf und eigenständige Ausgestaltung durch die Sportwelt

§ 3 Die Sportschiedsgerichtsbarkeit und der verfassungsfundierte Justizgewährleistungsanspruch des Dopingsünders

Herleitung und Konturierung der Justizgewährleistungsrechte – Die Schiedsvereinbarung als partieller Verzicht auf die Ausübung des allgemeinen Justizgewährleistungsanspruchs – Die Freiwilligkeit des Verzichts auf die Ausübung des allgemeinen Justizgewährleistungsanspruchs – Ergebnis zu § 3: Unwirksamer Grundrechtsausübungsverzicht aufgrund fehlender Freiwilligkeit

§ 4 Die Schutzpflichten des Staates bei fehlender Freiwilligkeit des Verzichts

Die Schutzpflichten des Staates zugunsten der fremdbestimmten Sportler – Rechtstatsächliche Bestandsaufnahme des staatlichen Schutzes im Rahmen der Unterzeichnung der Schiedsvereinbarung – Lösungsmöglichkeit: Entwicklung einer verfassungsgemäßen Gerichtsbarkeit im Sport – Ergebnis zu § 4: Notwendige Weiterentwicklung der Sportschiedsgerichtsbarkeit

§ 5 Ergebnisse der Untersuchung in Thesenform

Anhang: Die Statuten und die Verfahrensordnung des CAS

Literatur- und Sachverzeichnis

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