Der junge De Gasperi

Werdegang eines Politikers. [Aus dem Italienischen von Bettina Dürr.]

2012. 292 S.
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ISBN 978-3-428-14023-7
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ISBN 978-3-428-54023-5
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ISBN 978-3-428-84023-6
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Beschreibung

Alcide De Gasperi ist bekannt als der Politiker des italienischen Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg und als Förderer des vereinten Europa. Sein Leben davor – außerhalb des Kontextes des politischen Lebens Italiens – ist weniger bekannt. Und doch war diese Zeitspanne nicht kurz: 1881 im Trentino geboren, das damals zum Habsburgerreich gehörte, wurde er erst 1919 italienischer Staatsbürger, also mit 38 Jahren. Diese Jahre waren in Wirklichkeit seine politischen Lehrjahre und legten den Grundstein für die Herausbildung seiner Führungskompetenzen. De Gasperi verbrachte sie im komplexen politischen Leben des untergehenden Habsburgerreiches an der Spitze der katholischen Studenten und dann der neuen Trentiner Volkspartei. Er hatte Gelegenheit, nicht nur seine Fähigkeiten als populärer Organisator bei der Konstruktion einer politischen Kraft auszuprobieren, die in ihrer Heimat die historische Vorherrschaft des liberalen Bürgertums stürzen sollte, sondern er konnte auch am Klima des komplexen politischen Universums des Vielvölkerstaates teilhaben.

Vom Studium an der Universität Wien Anfang des 20. Jahrhunderts bis zur Teilnahme an den sozialen Kämpfen, von der politischen Erfahrung in der entstehenden katholischen Bewegung über die Mitwirkung im kaiserlichen Parlament bis hin zur schwierigen Teilnahme an den vom Ersten Weltkrieg ausgelösten Dynamiken, rekonstruiert und vertieft das Buch die Herkunft De Gasperis und seinen Werdegang zum »Berufspolitiker« nach Max Weber: derjenige, der »für« die Politik lebt und nicht »von« ihr.

Inhaltsübersicht

Einleitung: Herausforderungen einer politischen Biografie

Erstes Kapitel: Geboren in einer Grenzregion

Zweites Kapitel: Der Werdegang eines katholischen Intellektuellen (1881–1904)

Drittes Kapitel: Die Arbeit eines politischen Aktivisten (1905–1909)

Viertes Kapitel: Die Anfänge eines Berufspolitikers (1909–1914)

Fünftes Kapitel: Der Erste Weltkrieg

Schluss: Lasten und Vorteile einer Habsburger Erbschaft

Personenregister

Pressestimmen

»Pombenis Verdienst ist es, die politischen Wurzeln eines wichtigen europäischen Staatsmannes der Nachkriegszeit freigelegt zu haben; überdies hat er mit seiner These der ›positiven Politik‹ ein überzeugendes Argument gegen den wiederholten Vorwurf bedingungsloser Habsburgtreue ins Feld geführt.« Jörg Zedler, in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken, 94/2014

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