Das Unbegrenzte bei Platon
2015. 131 S.
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Beschreibung

Die Arbeit setzt sich zum Ziel, das Unbegrenzte (Apeiron) in der Philosophie Platons in allen Aspekten herauszuarbeiten. Dieser für die platonische Ontologie und Ethik wichtige Begriff bedeutet das Zahllose und Oszillierende in Naturprozessen und im menschlichen Leben. Im Gegensatz zu späteren Auffassungen des Infiniten, vor allem der Neuzeit, ist es mit einer negativen Konnotation behaftet. Jedoch spielt es bei Platon eine wichtige Rolle in den Freuden und in den empirischen Wissenschaften, die im Dialog Philebos eine Aufwertung erfahren. Sokrates entwickelt den Begriff ausgehend von der Streitfrage, ob für das gute Leben eher die Lust oder eher die Vernunft wesentlicher ist. Zwar haben die Gegenbegriffe Grenze, Maß, Zahl und Symmetrie den höheren Rang inne; jedoch sind für das gemischte gute Leben auch bestimmte Freuden und alle empirischen Wissenschaften notwendig. Die platonische Auffassung des Unbegrenzten verdient schon wegen ihrer Weite und Tiefe auch heute besondere Beachtung.

Inhaltsübersicht

Einleitung

1. Das Apeiron und die Zahl

Das Problem des Einen und Vielen: Vorspiel – Die Gabe der Götter. Erster ontologischer Exkurs (16 c 5–18 d 2)

2. Die vierfache Gliederung alles Seienden (23 c–27 c)

Hinführung – Übersetzung – Zur Interpretation der vierfachen Gliederung des Seienden (Ontologische Grundlegung 23 c–27 c)

3. Zum Zusammenhang der vierfachen Gliederung alles Seienden mit der Ideenlehre

4. Das Apeiron und die Lust

Der wahre Charakter der Lust – Die Lust als ein Werden (γένεσις) – Apeiron und Werden

5. Das Apeiron und die Wissenschaften und Künste

Die Sonderstellung der Dialektik innerhalb der Wissenschaften und Künste (57 e 6–59 b 9) – Die Trennung zwischen empirischen und reinen Wissenschaften und das Apeiron – Die Rolle des Apeiron in den empirischen Wissenschaften – Folgerungen für Peras und die Ideen

6. Das Apeiron innerhalb der Mischung des guten Lebens

Das Apeiron als Gegenkraft zu Maß, Schönheit und Wahrheit – Der Wettstreit von Vernunft und Lust. Welche von beiden hat mehr Anspruch auf Verwandtschaft mit dem Schönen, der Wahrheit und dem Maß? – Die Rangfolge der Güter – Die fünf Güter und die vierfache Gliederung des Seienden – Zusammenhang der fünf Güter mit dem Apeiron

7. Der quantitative und der qualitative Aspekt des Apeiron Appendix

Plotins Abhandlung über die zwei Materien in Enneaden II, 4, 1–16

Zusammenfassung einiger Hauptgedanken über das platonische Unbegrenzte im Kontext der Intention des Philebos

Literatur- und Sachverzeichnis

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