Das Recht auf Home-Office

Handlungsspielräume und Grenzen des Arbeits- und Sozialversicherungsrechts für die digitalisierte Arbeitswelt 4.0

2022. 3 Tab.; 467 S.
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ISBN 978-3-428-18537-5
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ISBN 978-3-428-58537-3
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Preis für Bibliotheken: 138,00 € [?]

Beschreibung

Das Home-Office ist für einen Großteil der Bevölkerung durch die Corona-Pandemie eine sehr reale Erfahrung geworden. Die Praxis zeigt, dass die rechtlichen Grundlagen jedoch noch wenig aufbereitet sind. Der Regelungsrahmen des Arbeits- und Sozialversicherungsrechts erscheint daher für die Arbeitsvertragsparteien als eine Herausforderung, sodass dieser zu Beginn dargestellt wird. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Rechtslage de lege lata, die schon in bestimmten Einzelfällen Anspruchskonzeptionen auf Home-Office bereithält. Gleichwohl plant das Bundesministerium für Arbeit und Soziales – weiterhin – einen Rechtsanspruch auf Home-Office. De lege ferenda muss dafür der unions- und verfassungsrechtliche Rahmen mit einbezogen werden. Ein an § 8 TzBfG orientierter Rechtsanspruch auf Home-Office entpuppt sich als für beide Arbeitsvertragsparteien sehr kompliziert und daher nur bedingt nützlich. Der Gesetzgeber sollte im Gegensatz dazu betriebliche und tarifvertragliche Regelungen fördern.

Die Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem Brüggehagen Promotionspreis 2022 für hervorragende wissenschaftliche Leistungen.

Interview mit dem Autor

Ein Interview mit unserem Autor Anton Barrein über das Thema seiner Dissertation, können Sie auf dem Blog arbeitenvonunterwegs.de hier lesen.

Inhaltsübersicht

1. Einleitung und Problemstellung
Untersuchungsgegenstand: Das geplante Recht auf Home-Office — Begriffsbestimmungen — Einflussbereiche der Digitalisierung – Entwicklung zu einer Arbeitswelt 4.0

2. Rechtliche Hürden und Handlungsspielräume der Digitalisierung im Arbeits- und Sozialversicherungsrecht mit Blick auf Home-Office
Regelungsrahmen des Arbeitsrechts — Regelungsrahmen des Sozialversicherungsrechts

3. Anspruch und Verpflichtung des Arbeitnehmers zur Arbeitsleistung aus dem Home-Office de lege lata
Ausgangslage: Kein genereller gesetzlicher Anspruch — Weisungsbefugnis des Arbeitgebers für die Einführung von Home-Office — Anspruch des Arbeitnehmers auf Home-Office durch Einschränkung des Weisungsrechts — Neubewertung der Situation in Zeiten einer pandemischen Krankheitswelle?

4. Exkurs – Rechtsvergleich zu bestehenden Ansprüchen auf Home-Office im internationalen Vergleich
Vermeintlicher Blueprint des niederländischen Vorreitermodells des Rechts auf Home-Office — Rechtslage im Vereinigten Königreich — Rechtslage in den USA

5. Konzeption und Bewertung des Rechtsanspruchs auf Home-Office de lege ferenda
Vorüberlegung: Vor- und Nachteile von Home-Office — Unions- und verfassungsrechtlicher Rahmen eines Rechtsanspruchs auf Home-Office — Genese der rechtspolitischen Forderung nach einem Recht auf Home-Office in der Literatur – § 8a TzBfG-E — Erforderliche Tatbestandsvoraussetzungen eines Rechtsanspruches auf Home-Office – Vorschlag des § 8a TzBfG-E — Bekannte Probleme der Teilzeitansprüche des §§ 8, 9a TzBfG im neuen Gewand? — Alternativ: Tarifvertragliche Regelungen — Alternativ: Regelungen auf betrieblicher Ebene — Anhang: Musterbetriebsvereinbarung Home-Office

6. Ergebnisse in Form von Schlussthesen

Literatur-, Statistik- und Sachverzeichnis

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