Das Bildungsangebot für Behinderte

Verfassungsrechtliche Anforderungen an das System der sonderpädagogischen Förderung. Eine Untersuchung auf der Grundlage der rechtlichen Regelungen und der schulischen Praxis im Saarland

2017. 16 Tab.; 696 S.
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ISBN 978-3-428-15072-4
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ISBN 978-3-428-55072-2
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143,90 €
ISBN 978-3-428-85072-3
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Beschreibung

Der Diskurs über das Bildungsangebot für Behinderte in Deutschland ist gekennzeichnet durch die Allgegenwart der Begriffe »Inklusion« und »UN-Behindertenrechtskonvention«. Sie stehen für einen Mainstream, dem sich der Autor nicht verpflichtet fühlt. Sein dezidiert verfassungsrechtlicher Ansatz zielt – bei Berücksichtigung auch des Völkervertragsrechts – auf den normativen Fluchtpunkt staatlicher Schulverantwortung: nämlich auf die Gewährleistung der Erfüllung des Bildungsanspruchs des behinderten Kindes und auf die Respektierung des Elternrechts. Doch kann der normative Zugriff angesichts der Kontingenz von Rechtsnormen nicht von der Tatsachenebene abstrahieren. Mit ihr ist der Autor vertraut aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit, die ihm tiefe Einblicke in die schulische Realität ermöglichte. Indem auch die Handlungsvoraussetzungen für den Vollzug der Rechtsnormen und ihre Wirkungsdimension thematisiert werden, ist die Arbeit im Rahmen eines integralen Normdiskurses auch ein Beitrag zur Rechtstatsachenforschung.

Inhaltsübersicht

Einleitung

Gang der Untersuchung

1. Erstmalige gesetzliche Regelung der integrativen Unterrichtung

Konzeptionelle Neuausrichtung der sonderpädagogischen Förderung – Regelung der pädagogisch-strukturellen Elemente integrativer Unterrichtung durch das Gesetz vom 4.6.1986 – Bildungsanspruch des behinderten und des nichtbehinderten Schülers – Voraussetzungen integrativer Unterrichtung – Verfahrens- und Zuständigkeitsregelung

2. Integrative Unterrichtung im Saarland. Realbefund

Ausbau der integrativen Unterrichtung im Spiegel der Zahlen – Pädagogische Qualität integrativer Unterrichtung in Abhängigkeit von den personellen Ressourcen – Staatliche Schulverantwortung für die Erfüllung des Bildungsanspruchs integrativ unterrichteter behinderter Kinder und Jugendlicher – Wissenschaftliche Politikberatung mit Unterstützungsfunktion – Problematik der ländervergleichenden Statistiken zur integrativen/inklusiven Unterrichtung

3. Förderschule

Regelungen zur Förderschule in der Verfassung des Saarlandes – Förderschule als alternatives, komplementäres und subsidiäres Bildungsangebot – Erfüllung des Bildungsanspruchs des behinderten Schülers in der Förderschule – Objektivrechtliche Pflicht des Staates zur Bereitstellung von Förderschulen

4. Inklusive Schule

VN-Behindertenrechtskonvention und bildungspolitischer Diskurs – Geltung, Anwendbarkeit und normativer Gehalt der VN-Behindertenrechtskonvention hinsichtlich des Bildungsanspruchs des behinderten Kindes – Rechtliche Regelung der inklusiven Schule im Saarland – Staatliche Schulverantwortung für die Erfüllung des Bildungsanspruchs behinderter Kinder und Jugendlicher in der inklusiven Schule

Zusammenfassung in Thesen

Anhang

Literaturverzeichnis

Verzeichnis sonstiger Publikationen, Sachverzeichnis

Pressestimmen

»Die vorliegende Argumentation dieses Werkes stellt einen einzigartigen und wichtigen Eckpunkt in der Argumentation aller Beteiligten, nicht nur im Saarland dar, denen das Wohl aller Schülerinnen und Schüler, besonders aber der, die partiell oder lebenslang förderpädagogische oder rehabilitative Unterstützung benötigen, wichtig ist. […] Hilfreich für alle, die Inklusion im Schulbereich sinnvoll und für unsere Schülerinnen und Schüler erfolgreich gestalten müssen!« Barbara Scholz, in: Landesmitteilungen Sachsen, 1/2018

»Die Lektüre beider Werke ist für alle, die sich rechtlich und politisch mit der schulischen Bildung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung auseinandersetzen, sehr lohnenswert, wenn nicht sogar eine Pflicht« Dr. Marko Urban, in: Sonderpädagogische Förderung heute, Band 62, Heft 4/2017

»Unter der unspektakulären Überschrift ›Das Bildungsangebot für Behinderte‹ verbirgt sich die wohl bisher gründlichste Untersuchung in Deutschland zum Thema ›Inklusion‹ aus rechtswissenschaftlicher Sicht. Auf rund 700 Seiten, die in vier Teile mit insgesamt 18 Kapiteln gegliedert sind, wird die Frage nach der Organisation des Systems sonderpädagogischer Förderung in umfassender Weise erörtert.« Herbert Buhr, in: Lehrer und Schule heute, Heft 9/2017

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