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Carl Schmitt und die Öffentlichkeit

Briefwechsel mit Journalisten, Publizisten und Verlegern aus den Jahren 1923 bis 1983. Hrsg., kommentiert und eingeleitet von Kai Burkhardt. In Zusammenarbeit mit Gerd Giesler und Stefan Krings

2013. 234 S.
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36,90 €
ISBN 978-3-428-14092-3
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33,90 €
ISBN 978-3-428-54092-1
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Preis für Bibliotheken: 42,00 € [?]
46,90 €
ISBN 978-3-428-84092-2
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Preis für Bibliotheken: 56,00 € [?]

Beschreibung

Die Kategorie Öffentlichkeit ist im 21. Jahrhundert zu einem zentralen und kaum zu überschätzenden politischen Faktor geworden. Die theoretische Reflexion hat mit dem politischen und technologischen Wandel nicht Schritt gehalten. Die berühmten Leitbegriffe der Frankfurter Schule, in deren Mitte das Wort Öffentlichkeit endgültig zu einem positiv besetzten politischen Schlagwort wurde, können nur noch teilweise befriedigen und bedürfen heute einer kritischen Erweiterung.

Der Briefband lädt dazu ein, die weitaus skeptischeren medientheoretischen Ansätze aus der Weimarer Republik neu zu entdecken und abgerissene Kontinuitätslinien wieder aufzunehmen. Im Mittelpunkt steht der Staatsrechtler Carl Schmitt, der nach Max Weber wohl einflussreichste deutsche Theoretiker des Politischen im 20. Jahrhundert. Kaum etwas hat Schmitt mehr beschäftigt als Macht und das Verhältnis zur Öffentlichkeit, denn er selbst hat sich in erster Linie als Lehrer und Publizist verstanden und sein gesamtes berufliches Leben danach ausgerichtet.

Bedeutsam sind die dokumentierten Briefe in dreierlei Hinsicht. Erstens spiegeln sie eine Elitenkommunikation, die Schmitt über die Systemwechsel hinweg zwischen 1920 und 1980 mit herausragenden Journalisten und Verlegern seiner Zeit über die Phänomene Öffentlichkeit und Journalismus führte. Zweitens geben sie Zeugnis einer intellektuellen Topografie mit überlagerten Argumentationslinien, die nach 1945 nur indirekt als eine Art Geheimwissenschaft weitergegeben wurden. Drittens bieten sie einen Einblick in die Inszenierungs- und Öffentlichkeitsstrategie des Staatsrechtlers, mit der er seine Thesen und Ansätze verbreitete und die bis heute eine ausgewogene Bewertung des raffinierten Autors verstellt.

Die Korrespondenz enthält Briefwechsel mit Ludwig Feuchtwanger, Paul Scheffer, Giselher Wirsing, Theodor Heuss, Ernst Jünger, Wilhelm Stapel, Margret Boveri, Karl Korn, Hans Paeschke, Rudolf Augstein, Rüdiger Altmann, Johannes Gross, Joachim Fest, Wolf Jobst Siedler und anderen.

Inhaltsübersicht

Verzeichnis der Briefe

Abkürzung der zitierten Werke Schmitts

Einführung

Editorische Vorbemerkung

Briefwechsel 1923–1983

Quellenverzeichnis der Briefe

Personen- und Medienverzeichnis

Pressestimmen

»Die vorliegende Auswahl von Briefen von und an Journalisten, Publizisten, Verleger füllt eine Lücke.« Rudolf Stöber, in: Jahrbuch für Kommunkationsgeschichte, Jg. 16/2014

»Die schnell anwachsende Zahl der Editionen von Briefen von und an Carl Schmitt wird mit dem vorliegenden Band um eine höchst lesenswerte Ausgabe von ausgewählten Briefwechseln Schmitts mit Publizisten und Journalisten erhöht, die, chronologisch angeordnet, fast den gesamten Zeitraum seines Schaffens abdecken.« Peter Hoeres, in: Historische Zeitschrift, Band 299, Heft 2/2014

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