Biographisches Lexikon der Ludwig-Maximilians-Universität München

Teil I: Ingolstadt-Landshut 1472–1826. Mit einem Beitrag von Christoph Schöner: Die »magistri regentes« der Artistenfakultät 1472–1526. Redaktionelle Bearb.: Winfried Müller / Michael Schaich

1998. XXVIII, 637 S.
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ISBN 978-3-428-09267-3
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Beschreibung

Das Biographische Lexikon der Ludwig-Maximilians-Universität München unternimmt es erstmals, das gesamte Lehrpersonal einer der ältesten und profiliertesten deutschen Universitäten zu erfassen. Der erste, den Standorten Ingolstadt (1472-1800) und Landshut (1800-1826) gewidmete Teil umspannt die Epochen der frühmodernen Geistes- und Kulturgeschichte in ihren europäischen Verflechtungen: den Humanismus, gekennzeichnet etwa durch die Lehrtätigkeit des deutschen "Erzhumanisten" Konrad Celtis oder des Hebraisten Johannes Reuchlin; das konfessionelle Zeitalter, das mit Namen wie dem des Luther-Antipoden Johannes Eck verbunden ist und für die katholische Reform herausragende Vertreter des Jesuitenorden, wie Petrus Canisius, Jakob Gretser oder Christoph Scheiner nach Ingolstadt führte. Die Ära barocker Gelehrsamkeit, mitgeprägt durch so bedeutende Juristen wie Hubert Giphanius aus den Niederlanden, wird ebenso angesprochen wie die Aufklärung, als Johann Adam von Ickstatt die Universitätsreform einleitete, Johann Georg von Lori die Bayerische Akademie der Wissenschaften in München begründete und der Kirchenrechtler Adam Weishaupt Ingolstadt zur Keimzelle des Geheimbundes der Illuminaten machte. Mit der Landshuter Romantik, repräsentiert durch Namen wie Johann Michael Sailer, Friedrich Carl von Savigny oder Andreas Röschlaub, weisen manche Lebensläufe bereits in die Epoche der frühkonstitutionellen Monarchie in Bayern.

Die 1031 biographischen Artikel werden ergänzt durch einen aus Archivalien erhobenen Anhang von Christoph Schöner zur Strukturgeschichte der Artistenfakultät 1472-1526 mit einem Verzeichnis von 359 "magistri regentes", die während ihres Studiums der Medizin, Jurisprudenz oder Theologie als Lehrer der Propädeutika, teils auch als Bursenkonventoren oder Präzeptoren wirkten. Ein solches Verzeichnis war bisher absolutes Forschungsdesiderat. Insgesamt erfaßt das Handbuch somit fast 1400 Personen.

Die Einzeldarstellungen durch ca. 60 Autoren, allesamt ausgewiesene Fachkenner, präsentieren über die Amtsdaten hinaus wissenschaftsgeschichtlich ausgreifende Gelehrtengeschichte durch Würdigung der Persönlichkeiten, teils auch - wenn historisches Gewicht und Material es erfordern - in Annäherung an die Form des biographischen Essays. Kopfregesten enthalten Namensvarianten und biographische Eckdaten, sofern möglich mit Angaben zur familiären und sozialen Herkunft. Abrundung finden die Artikel durch Hinweise auf ungedruckte Quellen, Werktitel und Forschungsstand sowie Porträtnachweise. Ein Registerteil, erarbeitet von Helmut Zedelmaier, erschließt die personen- und ortsgeschichtliche Dimension des Gesamtbandes.

Aus der bisher beispiellosen Vollständigkeit der Personengeschichte über mehr als dreieinhalb Jahrhunderte wird der reiche Beitrag der vormals einzigen bayerischen Landesuniversität zur Entfaltung der verschiedenen Wissenschaften in ihren regionalen wie internationalen Bezügen greifbar - dozierten an ihr doch auch Gelehrte aus Italien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden ebenso wie aus den Ländern Ostmitteleuropas, und bestanden doch stets intensive Wechselbeziehungen zwischen den Studienzentren im Alten Reich und im weiteren Europa. Die Karriereverläufe spiegeln die Vernetzungen der akademischen Welt mit den Höfen, staatlichen und kirchlichen Kanzleien und Behörden, städtischen Magistraten in den zunehmend sich akademisierenden Gesellschaften der Frühen Neuzeit. Aufgrund der starken Präsenz der Societas Jesu, dann nach 1773 der Prälatenorden, gewinnt das Lexikon zugleich Bedeutung für die Geschichte religiöser Orden.

Der nun vorliegende erste Teil des Nachschlagewerkes bietet mit personengeschichtlichen Informationen zur Bildungs- und Wissenschaftsgeschichte aller Disziplinen in der frühmodernen Epoche zugleich Handreichungen für künftige Forschungen zur Kultur- und Sozialgeschichte, zur Kirchen- und Konfessionsgeschichte, zur Landes- und Regionalgeschichte. Der in Bearbeitung befindliche zweite Teil wird das Lehrpersonal der Ludwig-Maximilians-Universität München im 19. und 20. Jahrhundert erfassen.
Das Biographische Lexikon der Ludwig-Maximilians-Universität München unternimmt es erstmals, das gesamte Lehrpersonal einer der ältesten und profiliertesten deutschen Universitäten zu erfassen. Der erste, den Standorten Ingolstadt (1472-1800) und Landshut (1800-1826) gewidmete Teil umspannt die Epochen der frühmodernen Geistes- und Kulturgeschichte in ihren europäischen Verflechtungen: den Humanismus, gekennzeichnet etwa durch die Lehrtätigkeit des deutschen "Erzhumanisten" Konrad Celtis oder des Hebraisten Johannes Reuchlin; das konfessionelle Zeitalter, das mit Namen wie dem des Luther-Antipoden Johannes Eck verbunden ist und für die katholische Reform herausragende Vertreter des Jesuitenorden, wie Petrus Canisius, Jakob Gretser oder Christoph Scheiner nach Ingolstadt führte. Die Ära barocker Gelehrsamkeit, mitgeprägt durch so bedeutende Juristen wie Hubert Giphanius aus den Niederlanden, wird ebenso angesprochen wie die Aufklärung, als Johann Adam von Ickstatt die Universitätsreform einleitete, Johann Georg von Lori die Bayerische Akademie der Wissenschaften in München begründete und der Kirchenrechtler Adam Weishaupt Ingolstadt zur Keimzelle des Geheimbundes der Illuminaten machte. Mit der Landshuter Romantik, repräsentiert durch Namen wie Johann Michael Sailer, Friedrich Carl von Savigny oder Andreas Röschlaub, weisen manche Lebensläufe bereits in die Epoche der frühkonstitutionellen Monarchie in Bayern.

Die 1031 biographischen Artikel werden ergänzt durch einen aus Archivalien erhobenen Anhang von Christoph Schöner zur Strukturgeschichte der Artistenfakultät 1472-1526 mit einem Verzeichnis von 359 "magistri regentes", die während ihres Studiums der Medizin, Jurisprudenz oder Theologie als Lehrer der Propädeutika, teils auch als Bursenkonventoren oder Präzeptoren wirkten. Ein solches Verzeichnis war bisher absolutes Forschungsdesiderat. Insgesamt erfaßt das Handbuch somit fast 1400 Personen.

Die Einzeldarstellungen durch ca. 60 Autoren, allesamt ausgewiesene Fachkenner, präsentieren über die Amtsdaten hinaus wissenschaftsgeschichtlich ausgreifende Gelehrtengeschichte durch Würdigung der Persönlichkeiten, teils auch - wenn historisches Gewicht und Material es erfordern - in Annäherung an die Form des biographischen Essays. Kopfregesten enthalten Namensvarianten und biographische Eckdaten, sofern möglich mit Angaben zur familiären und sozialen Herkunft. Abrundung finden die Artikel durch Hinweise auf ungedruckte Quellen, Werktitel und Forschungsstand sowie Porträtnachweise. Ein Registerteil, erarbeitet von Helmut Zedelmaier, erschließt die personen- und ortsgeschichtliche Dimension des Gesamtbandes.

Aus der bisher beispiellosen Vollständigkeit der Personengeschichte über mehr als dreieinhalb Jahrhunderte wird der reiche Beitrag der vormals einzigen bayerischen Landesuniversität zur Entfaltung der verschiedenen Wissenschaften in ihren regionalen wie internationalen Bezügen greifbar - dozierten an ihr doch auch Gelehrte aus Italien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden ebenso wie aus den Ländern Ostmitteleuropas, und bestanden doch stets intensive Wechselbeziehungen zwischen den Studienzentren im Alten Reich und im weiteren Europa. Die Karriereverläufe spiegeln die Vernetzungen der akademischen Welt mit den Höfen, staatlichen und kirchlichen Kanzleien und Behörden, städtischen Magistraten in den zunehmend sich akademisierenden Gesellschaften der Frühen Neuzeit. Aufgrund der starken Präsenz der Societas Jesu, dann nach 1773 der Prälatenorden, gewinnt das Lexikon zugleich Bedeutung für die Geschichte religiöser Orden.

Der nun vorliegende erste Teil des Nachschlagewerkes bietet mit personengeschichtlichen Informationen zur Bildungs- und Wissenschaftsgeschichte aller Disziplinen in der frühmodernen Epoche zugleich Handreichungen für künftige Forschungen zur Kultur- und Sozialgeschichte, zur Kirchen- und Konfessionsgeschichte, zur Landes- und Regionalgeschichte. Der in Bearbeitung befindliche zweite Teil wird das Lehrpersonal der Ludwig-Maximilians-Universität München im 19. und 20. Jahrhundert erfassen.

Pressestimmen

»Zum 525jährigen Gründungsjubiläum der ältesten bayerischen Landeshochschule ist nun der erste Band eines biographischen Lexikons aller Lehrenden erschienen, der die Ingolstädter und Landshuter Epoche umfaßt. Ein im Vorspann namentlich aufgelistetes Autorenkollektiv von 63 Fach- und Wissenschaftshistorikern stellt in 1031 Einzelartikeln die gesamte Dozentenschaft bis 1826 vor […]. Insgesamt liegt ein gediegenes universitätsbiographisches Nachschlagewerk für eine bedeutende deutsche Universität vor, das sehr davon profitiert, daß viele Spezialisten gewonnen werden konnten und somit wesentlich mehr Sachkompetenz vereinigt hat, als sie noch so kompetente Einzelbearbeiter aufweisen können. Es ist den Bearbeitern wirklich gelungen, die behandelten Personen ›biographisch ganzheitlich zu beleuchten‹ (S. IX) und nicht nur Daten aneinanderzureihen. Hier dürfte das Lexikon alle bisher publizierten Vorgänger für andere Universitäten übertreffen, und man möchte hoffen, daß der zweite, vermutlich mehrbändige Teil, von dem nicht bekannt ist, wie weit er reichen wird, diesen Standard hält und nicht zu lange auf sich warten läßt.« Manfred Komorowski, in: Informationsmittel für Bibliotheken, Beiheft 9/1999

»Es darf als ein echter Glücksfall betrachtet werden, daß mit dem auf zwei Bände angelegten Biographischen Lexikon der Ludwig-Maximilians-Universität München erstmals das gesamte Lehrpersonal dieser altehrwürdigen ersten bayerischen Landesuniversität zu erfassen unternommen wird. Der erste, hier anzuzeigende Band erfaßt das gesamte Lehrpersonal der Ingolstädter (1472–1800) und Landshuter (1800–1826) Epoche, also die Lehrenden der Zeiträume der frühmodernen Geistes- und Kulturgeschichte, eingebettet in ihren jeweiligen europäischen ›Vernetzungen‹. Insgesamt 63 Autoren haben die in jeder Hinsicht mühevolle Arbeit geleistet, mit 1031 Einzelartikeln und der (im Anhang aufgenommenen) Liste der 359 ›magistri regentes‹ der Artistenfakultät eine in dieser Vollständigkeit bisher noch nicht vorliegende Wissenschafts- und Gelehrtengeschichte in ihren nationalen und internationalen Bezügen zu schreiben. […] Um ein im besten Sinne des Wortes zu bezeichnendes Nachschlagewerk handelt es sich allemal, denn die Artikel enthalten Hinweise auf ungedruckte Quellen, Werktitel und Forschungsstand sowie Porträtnachweise; durch ein Personen- und Ortsregister ist der Band, der in der renommierten Reihe ›Ludovico Maximilianea‹ erscheint, zudem bestens erschlossen. Allen daran Beteiligten, insbesondere den um die Universitäts- und Bildungsgeschichte überaus verdienten Herausgebern und Redakteuren, gilt für ihre hervorragend geleistete Arbeit großer Dank und hohe Anerkennung.« Manfred Heim, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte, Bd. 64, 1/2001

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