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Anarchie als herrschaftslose Ordnung?
2019. 403 S.
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ISBN 978-3-428-15670-2
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ISBN 978-3-428-55670-0
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ISBN 978-3-428-85670-1
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Beschreibung

Der Anarchismus – verstanden als Theorie und Praxis der Herrschaftslosigkeit – verfügt über eine lange und mannigfaltige Geschichte und Tradition. Durch seine Vielfalt und indem er starre Konzepte und Dogmen ablehnt, kann er sich an veränderte äußere Bedingungen anpassen, weshalb er auch im 21. Jahrhundert eine innovative Gesellschaftsphilosophie darstellt. Der vorliegende Band leistet einen Beitrag zur anarchistischen Debatte der Gegenwart, indem er aus unterschiedlichen Blickwinkeln das Verhältnis von Anarchie und Ordnung ergründet. Nebst Texten zu den Grundlagen anarchistischer Organisation und zu klassischen und aktuellen anarchistischen Ordnungsmodellen finden sich Beiträge, in denen die historische Wirklichkeit des politischen Anarchismus als auch seiner Vorläufer erforscht wird. Außerdem enthält der Band Texte zu Anarchie, Ordnung und Herrschaft aus philosophischer Perspektive sowie Texte, die das Verhältnis von Anarchie, Anarchismus und rechtlicher Ordnung beleuchten.

Inhaltsübersicht

Luca Langensand
Einleitung

I. Anarchie und Ordnung in Theorie und Praxis

Maurice Schuhmann
Formen herrschaftsloser Ordnung. »Mutualismus«, »Verein von Egoisten«, »Freie Vereinbarung« und gewerkschaftliches »Syndikat«

Nahyan Niazi
Die anarchistische Geisteshaltung. Vom libertär-sozialistischen Perfektionismus Rudolf Rockers unter Bezugnahme auf Wilhelm von Humboldts Liberalismus

Josef Estermann
Anarchie, Herrschaft, Staat. Eine Auslegeordnung

Christian Leonhardt
Jenseits der guten Ordnung

Peter Seyferth
Strukturen der Tyranneilosigkeit gegen die Tyrannei der Strukturlosigkeit. Machtanwendung bei der Findung und Durchsetzung von Entscheidungen

Aleksander Miłosz Zieliński
Politisches Handeln im permanenten Ausnahmezustand (und danach…)

II. Anarchie und Herrschaft in der Geschichte

Christoph Berger
Anarchie und Anarchismus im 18. Jahrhundert. Die Genese eines frühen Anarchismus?

Filippo Contarini
»Il y a ensuite des formes d’homicide que nous ne blâmons pas«. Il processo all’anarchico Brousse per una nuova prassi del processo politico in Svizzera?

Raphael Schwegmann
Unbewusste Unter-Ordnung. Britisch-Indien im Kontext gouvernementaler Macht(re)produktion

Benjamin Schmid
Ein anarchistischer Dante oder ist herrschaftsloses Denken möglich? Versuch einer Antwort im Anschluss an den Weg des Wanderers

III. Anarchie und Herrschaft in der Philosophie

Maike Weißpflug
»Der verlorene Schatz der Revolutionen«. Räte und Föderationen in der politischen Theorie Hannah Arendts

Dominik Renner
Anarchie als Option. Herrschaft und Ordnung in einer Weber’schen Perspektive

Andrea Günter
Jenseits von Herrschaft und Herrschaftsfreiheit. Metaphysikkritik, die genealogische Struktur der Autorität und gegenseitige Achtung

IV. Anarchie und Herrschaft im Recht

Sabrina Zucca-Soest
Recht ohne Herrschaft? Zum Verhältnis von Anarchie und Regel

David Dürr
Staatliches Unrecht – Natürliches Recht. Warum Anarchismus zutrifft

Stephan Meyer
Begründungsdefizite staatlicher Herrschaftsgewalt: Gestatten gerade sie eine Rechts-»geltung« jenseits des Staates?

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