Alte Strafrechtsstrukturen und neue gesellschaftliche Herausforderungen in Japan und Deutschland
2000. Tab., Abb.; 191 S.
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ISBN 978-3-428-09449-3
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ISBN 978-3-428-49449-1
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ISBN 978-3-428-79449-2
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Beschreibung

Das Strafrecht, welches trotz mancher Veränderungen noch im ausgehenden 19. Jahrhundert wurzelt, sieht sich beim Übergang ins 21. Jahrhundert mit gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert, die die Frage nach der Notwendigkeit einer grundlegenden Strukturveränderung aufwerfen. Rechtstatsächlich erleben wir eine Verschiebung der Strafrechtsanwendung. Während bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Unterschicht weit überwiegend vom Strafrecht betroffen war, ist es heute vermehrt die Mittel- und Oberschicht, die im Rahmen der zunehmenden strafrechtlichen Kontrolle des Wirtschafts- und Geschäftsverkehrs ins Visier strafrechtlicher Ermittlungen gerät. Es wird im deutsch-japanischen Rechtsvergleich diskutiert, wie weit das überkommene Strafrecht mit diesem Wechsel vom Unter- zum Oberschichtsstrafrecht zurecht kommt, der auch moralische und rechtspolitische Aspekte neu beschreibt. Auf prozessualer Ebene geht mit dieser Entwicklung die mit der sozialen und fachlichen Kompetenz der Täter zunehmende Schwierigkeit der Ermittlungen einher. Kritisch wird das Bemühen der Praxis betrachtet, die Verfahrenseffizienz gegen prozessuale Individualrechtsgarantien auszuspielen.

Inhaltsübersicht

Inhalt: H.-H. Kühne, Alte Strafrechtsstrukturen und neue gesellschaftliche Herausforderungen. Eine Einführung - B. Schünemann, Vom Unterschichts- zum Oberschichtsstrafrecht. Ein Paradigmawechsel im moralischen Anspruch? - M. Ida, Kommentar aus japanischer Sicht. Ausweg aus dem Dilemma? - T. Kamiyama, Strafrechtliche Kontrolle des Bank- und Börsenverkehrs in Japan - M. Niwa, Wirksamkeit der strafrechtlichen Kontrolle des Bank- und Börsenverkehrs in Japan. Unter besonderer Berücksichtigung der Vorteilsgewährung zugunsten von Sokaiya. Diskussionsbeitrag - K. Rolinski, Veränderte Bedingungen des Resozialisierungsvollzuges im Kontext internationaler Kriminalität in Deutschland - T. Yoshida, Veränderte Bedingungen des Resozialisierungsversuchs im Kontext internationaler Kriminalität in Japan - S. Ishizuka, Die gegenwärtige Situation des Strafvollzugs und der Menschenrechte in Japan. Keine Herrschaft des Schweigens, sondern noch mehr Freiheit! - S. Saito, Über Organtransplantationen und Todeszeitpunkt in Japan aus strafrechtlicher Sicht - C. Nagai, Die jüngste japanische Diskussion über den strafrechtlichen Schutz in der Gentechnik - M. Ida, Gentechnik und Todeszeitpunkt. Ein Kommentar - W. Beulke, Strafverteidigung im Spannungsfeld zwischen Rechtsstaatlichkeit und Verfahrenseffizienz in Deutschland - K. Yamana, Strafverteidigung im Spannungsfeld zwischen Rechtsstaatlichkeit und Verfahrenseffizienz in Japan - K. Kato, Strafverteidigung im Spannungsfeld zwischen Rechtsstaatlichkeit und Verfahrenseffizienz. Ein Kommentar - H. Kojima, Soziale Sicherheit in Japan - C. Roxin, Schlußbericht

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