Aktienkursbildung

Eine handlungstheoretisch fundierte "Erklärung des Prinzips"

1997. Abb.; 202 S.
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Beschreibung

Seit jeher bemühen sich Ökonomen, die Mechanismen der Preisbildung auf Aktienmärkten genauer zu verstehen. Trotz intensiver empirischer Forschung ist man der Erfüllung des Anspruchs, sich den Gesetzen der Preisbildung anzunähern, nicht entscheidend näher gekommen. Um die Gründe dafür aufzudecken und alternativen Erklärungsansätzen ein theoretisches Fundament zu liefern, erscheint es unabdingbar, sich mit dem Untersuchungsobjekt auf einer grundlagentheoretischen Ebene auseinanderzusetzen. Dieser Zielsetzung widmet sich die Arbeit. Abweichend von den restriktiven Annahmen der Theorie effizienter Kapitalmärkte werden Informationswahrnehmungs- und -verarbeitungsprozesse explizit thematisiert. In diesem Zusammenhang fließen ferner methodologische und erkenntnistheoretische Fragestellungen in die Untersuchung ein. Im Rahmen eines evolutionsökonomischen Handlungsmodells, das den theoretischen Rahmen für die Analyse liefert, werden zunächst die individuellen Handlungsgrundlagen oder Restriktionen herausgearbeitet, da sie das Verhalten der Marktakteure kanalisieren. Ein zweiter Arbeitsschritt ist es dann, empirisch beobachtbare Gruppen von Akteuren zu bilden, deren Handeln von ähnlichen Handlungsbedingungen geleitet wird. Diese Analyseperspektive erlaubt Rückschlüsse über das Verhalten und die Prognostizierbarkeit von Wertpapierkursen, die in dieser differenzierten Form aus dem Effizienzmodell nicht ableitbar sind.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: Einleitung - A. Modelltheoretische Ansätze zur Beschreibung von Preisbildungsprozessen auf Aktienmärkten: Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes - Spezifika von Preisbildungsprozessen auf Aktienmärkten - Elementare Überlegungen aus kapitalmarkttheoretischer Perspektive - Alternative Erklärungsansätze - Ein erstes Fazit aus ökonomischer Sicht - B. Methodologische und erkenntnistheoretische Analyse: Die methodologische Fundierung der neoklassischen Ökonomik - Erkenntnistheoretische Bewertung oder: Zur Objektivität des Wissens - Epistemologischer und methodologischer Perspektivenwechsel - das methodologische Konzept des Radikalen Konstruktivismus - Konsequenzen für den Untersuchungsgegenstand - C. Ein evolutionsökonomisches Handlungsmodell für den Aktienmarkt: Das Forschungsprogramm der evolutorischen Ökonomik - Das Prinzip einer Handlung in der Zeit - Handlungstheoretische Grundlegung - Übertragung der Untersuchungsergebnisse auf das reale Kapitalmarktgeschehen - Fazit oder: Was eine Theorie der Aktienkursbildung nicht leisten kann - Zusammenfassung der Ergebnisse - Schrifttumsverzeichnis - Sachwortverzeichnis

Pressestimmen

»Kasperzak legt mit seinem präzise geschriebenen Werk eine wissenschafts- wie handlungstheoretisch brillante Arbeit vor, die nicht nur für den universitären Wissenschaftler interessant ist. Die Einführung der evolutionsökonomischen Argumentationsweise in die Kapitalmarkttheorie macht Theorien zur Aktienpreisbildung bezüglich ihrer Erklärungskraft so deutlich unterscheidbar, daß die Lektüre dieses Buches auch Kapitalmarkt-Theorien nutzenden Praktikern nachdrücklich empfohlen werden kann. Gerade dieser Lesergruppe sei Kasperzaks Fazit, ›Was eine Theorie der Aktienkursbildung nicht leisten kann‹, besonders ans Herz gelegt. Positiv hervorzuheben ist auch der eingängige Schreibstil, der die komplexe Materie hervorragend vermittelt. […] Das Buch gehört in jede gut sortierte Bibliothek und kann vorbehaltlos zur Anschaffung empfohlen werden.«
PD Dr. Frank Schohl, in: Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, 6/2000

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