70 Jahre Grundgesetz

Landauf, landab wird dieser Tage der 70. Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes gefeiert. Der Parlamentarische Rat hatte das Grundgesetz am 8. Mai 1949 verabschiedet, es wurde am 23. Mai verkündet und trat mit Ablauf des Tages in Kraft. Obwohl es zunächst als Provisorium gedacht war, bildet es seit sieben Jahrzehnten das Fundament unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung.

Im Verlag Duncker & Humblot sind unzählige Arbeiten zum Grundgesetz veröffentlicht worden – vornehmlich in unseren »Schriften zum Öffentlichen Recht«.

Zur Entstehungsgeschichte des Grundgesetzes ist noch immer die Dissertation des Journalisten Friedrich Karl Fromme »Von der Weimarer Verfassung zum Bonner Grundgesetz. Die verfassungspolitischen Folgerungen des Parlamentarischen Rates aus Weimarer Republik und nationalsozialistischer Diktatur« grundlegend, die bereits in dritter Auflage vorliegt.

Entstehungsgeschichte des Grundgesetzes

Cover Von der Weimarer Verfassung zum Bonner Grundgesetz

Die verfassungspolitischen Folgerungen des Parlamentarischen Rates aus Weimarer Republik und nationalsozialistischer Diktatur

Tübinger Schriften zum Staats- und Verwaltungsrecht (TSSV), Band 50

Die Verfassung eines Staates gehört zu den Voraussetzungen für das Funktionieren seiner Ordnung. Nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Diktatur herrschte bei denjenigen, die sich Gedanken machten über die künftige Organisation des deutschen Staates, die Überzeugung, dass eine der Ursachen für die »Auflösung der Weimarer Republik« (Karl Dietrich Bracher) in Fehlkonstruktionen der Weimarer Verfassung gelegen habe. Diese zu vermeiden, bot die Beratung und Verabschiedung des »Grundgesetzes« für einen zunächst westdeutschen Teilstaat Gelegenheit. Zunächst musste mit dem Entstehen von »Teilordnungen« auf deutschem Boden gerechnet werden, angesichts der wachsenden Divergenzen zwischen den westlichen Siegermächten und der sowjetischen Besatzungsmacht. Der Grundgesetzgeber suchte das Zusammenspiel der staatlichen Organe so zu gestalten, dass die Machtausübung erleichtert, zugleich aber das Parlament (und die Justiz) in die Pflicht der Kontrolle genommen werden. In das Grundgesetz wurden Instrumente des Selbstschutzes eingebaut; man nahm Abstand von der Vorstellung, dass die Demokratie ihre Instrumente auch ihren Gegnern zur Verfügung zu stellen habe. Darin lag ein Ansatz für die betonte »Wertorientierung« des Grundgesetzes; sie lag vor allem in einem Ausbau der Grundrechte. Das war eine inhaltliche Grenzziehung zu der Herrschaft der Nationalsozialisten – und zugleich gegenüber der mit wachsender Aufmerksamkeit betrachteten kommunistischen Diktatur in der Sowjetischen Besatzungszone. Zugleich wurden Wege zur Vereinigung Deutschlands offengehalten. Das kam schon darin zum Ausdruck, dass nur ein (vorläufiges) Grundgesetz, nicht eine (prinzipiell endgültige) Verfassung ausgearbeitet wurde. Die Arbeit Frommes ist angesiedelt an der Grenzlinie zwischen Verfassungsrecht und Politik. Sie untersucht am historischen Beispiel den Versuch, Politik durch Verfassungsrecht zu steuern, und bezieht die zur Weimarer Zeit begonnene Reformdiskussion ein.

Aktion: E-Book-Sonderkollektion »70 Jahre Grundgesetz«

Diesen Jahrestag feiern wir außerdem mit einer limitierten E-Book-Aktion: 70 grundlegende Werke namhafter Autoren, die sich mit dem Grundgesetz beschäftigen, ausgewählt und zu einer Sonderkollektion zusammengefasst – zum exklusiven Jubliläumspreis i. H. v. nur € 770,00 (zzgl. MwSt.)*!

Flyer zur Aktion:
www.duncker-humblot.de/grundgesetz (PDF-Datei)

Titelliste zu dieser Sonderkollektion:
www.duncker-humblot.de/GG70 (XLSX-Datei)

Link zur Kollektion auf der Duncker & Humblot eLibrary:
https://elibrary.duncker-humblot.com/collections/70-jahre-grundgesetz/

 

*(Achtung: Die Aktion endet nach 70 Tagen, am 1. August 2019.)

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