Pressemitteilung zum 222. Verlagsjubiläum

Ein besonderes Datum: Am 22. September 2020 wird der Wissenschaftsverlag Duncker & Humblot 222 Jahre alt!

3 Städte, 8 Inhaber und viele bekannte Namen prägen die Geschichte des Verlages.

In 222 Jahren hat der Wissenschaftsverlag Duncker & Humblot einiges erlebt: gegründet von Heinrich Frölich am 22. September 1798 als Verlagsbuchhandlung in Berlin, verblieb er nicht, wie bei dem heutigen Verlagssitz in Berlin-Steglitz anzunehmen wäre, in der Stadt. Im Laufe der Jahre zog der Verlag nach Leipzig, von dort aus nach München, um Ende der 30er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts nach Berlin zurückzukehren. Namensgeber des Verlages sind die auf Frölich folgenden Inhaber Carl Duncker und Peter Humblot.

Das Programm umfasst rund 17.000 lieferbare Titel zu den Fachgebieten Rechts- und Staatswissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Geschichte, Politikwissenschaft, Literaturwissenschaft und Philosophie. Im Laufe der Jahre versammelte der Verlag zahlreiche bekannte Namen unter seinem Dach: weltbekannte Literaten wie J. W. Goethe, E.T.A. Hoffmann, Joseph von Eichendorff, Friedrich de la Motte-Fouqué oder James Fenimore Cooper; bedeutsame Historiker wie Leopold von Ranke und Philosophen wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel stehen neben Namen aus dem beginnenden 20. Jahrhundert wie Werner Sombart, Max Weber, Hugo Ball, Georg Simmel, John Maynard Keynes oder Carl Schmitt. Letztere fruchtbare Kontakte entstanden allesamt durch die Arbeit des wissenschaftlichen Verlagsleiters Dr. phil. Ludwig Feuchtwanger, ein Bruder Lion Feuchtwangers.

1866 erwarb Carl Geibel die zu Verkauf stehende Verlagsbuchhandlung. Nach seinem Tod 1910 trat sein Sohn Stephan Franz Carl Geibel als Inhaber ein und verlegte den Verlagssitz nach München. Mit der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges nahm das Schicksal des Verlags schlagartig eine negative Wendung: So war Ludwig Feuchtwanger in der Folgezeit gezwungen, seine Tätigkeit einzustellen. 1938 kaufte Johannes Broermann den Verlag von Stephan Geibel und verlegte seinen Sitz zurück nach Berlin. 1943 brannte bei einem alliierten Bombenangriff auf Leipzig das sich dort befindliche Verlagslager von Duncker & Humblot ab. Trotz der Schließung des Verlags durch die Reichsschrifttumskammer im August 1944 gelang es, die Verlagsarbeit fortzusetzen.

Erst zögerlich entwickelte sich die verlegerische Tätigkeit ab 1947 unter Johannes Broermann, erfuhr jedoch in den folgenden Jahren ein erfolgreiches Wiederaufleben. Auf Johannes Broermann folgte 1984 sein Neffe Prof. Dr. h.c. Norbert Simon – ab 2002 führte er gemeinsam mit seinem Sohn Dr. Florian R. Simon den Verlag, der sich nunmehr in der 3. Generation einer Familie befindet. Seit dem Tod Nobert Simons 2013 führt Simon jun. den Verlag alleinverantwortlich.

Die Verlagsbuchhandlung von einst ist zu einem renommierten Wissenschaftsverlag gewachsen, der nicht der Versuchung erliegt, sich auf Altbewährtem auszuruhen, sondern den Bedürfnissen des Fachpublikums nachzukommen sucht. Seit 2008 erscheinen alle Fachzeitschriften und seit 2010 auch die Buch-Novitäten parallel in elektronischer Form. Bis Ende 2021 wird die eLibrary des Verlags mehr als 10.000 E-Books umfassen. Die restlichen Titel sind in der Regel als »E-Books on Demand« verfügbar und werden bei Bestellung innerhalb weniger Tage produziert und ausgeliefert.

Hier geht es zur Pressemitteilung als PDF.

Verlagsgeschichte Duncker & Humblot

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Unsere Verlagschronik finden Sie hier.

Verlagsbibliographie 1798-1945: ein Zeitdokument zu der Historie eines traditionsreichen Wissenschaftsverlags

Cover Duncker & Humblot Verlagsbibliographie 1798–1945
(Hrsg.)

Anläßlich des 200jährigen Verlagsjubiläums dokumentiert der Verlag Duncker & Humblot mit der vorliegenden Bibliographie sein publizistisches Wirken und Engagement für die Wissenschaften während des Zeitraums 1798-1945.

Der erste Teil enthält eine Unternehmensgeschichte von 1786 bis in die Gegenwart. Angereichert durch bisher unveröffentlichte Dokumente aus dem Verlagsarchiv sowie mündlich überlieferte Ereignisse, wird von der vielfältigen Geschichte des Verlagshauses erzählt. Der Anteil an und die Verflochtenheit mit der nationalen geistesgeschichtlichen Entwicklung erschließt sich auch aus der als Hauptteil folgenden angeschlossenen Bibliographie. Basierend auf historischen Verlagskatalogen, werden sämtliche Publikationen - Einzeltitel, Schriftenreihen und Zeitschriften und damit auch das Kapital des Verlags - aufgeführt. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann aufgrund der schwierigen Quellenlage nicht erhoben werden.

Entstanden ist ein aussagekräftiges, exemplarisches Zeitdokument zu der Historie eines traditionsreichen Wissenschaftsverlags.

Besondere Auswahl: reprints und deren Neuauflage aus der 222-jährigen Verlagsgeschichte

104 Treffer

Vollständige Ausgabe durch einen Verein von Freunden des Verewigten. Erster Band: Philosophische Abhandlungen. Hrsg. von C. L. Michelet

1845. 2. Aufl.. XXII, 412 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 109,90 €


Aus dem Englischen. 3 Bde. Band I: Von den ältesten Zeiten bis zum Tode des Königs Johann; Band II: Von König Heinrich III. bis zum Tode Richard III. 1216 bis 1485; Band III: Von König Heinrich VII. 1485 bis zur Königin Victoria 1837

1854. I: VII, 199 S. 1852; II: VII, 214 S. 1853; III: VII, 332 S.

ab 35,90 €


Reiseskizzen, Aphorismen, Gedichte. Erster Band: Reiseskizzen I

1867. 2. Aufl.. V, 266 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 69,90 €


Erster Band: Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation. Erster Band

1867. 4. Aufl.. XII, 350 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 99,90 €


Achter Band: Französische Geschichte vornehmlich im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert. Erster Band

1868. X, 419 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 109,90 €





Die Arbeitergilden der Gegenwart. Erster Band

1871. Tab.; XXIV, 288 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 79,90 €


Die Arbeitergilden der Gegenwart. Zweiter Band

1872. XIV, 369 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 99,90 €


in systematischer und alphabetischer Bearbeitung hrsg. unter Mitwirkung vieler namhafter Rechtsgelehrter. Erster, systematischer Theil

1873. 2., durchgehends verb. und erheblich verm. Aufl.. IX, 1182 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 299,90 €



In zwei Bänden. Erster Band. [Zweiter Band nicht erschienen]

1874. XV, 350 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 99,90 €


(Hrsg.)

8. neu bearb., bis auf die Gegenwart fortgeführte Ausgabe. Hrsg. von Adolf Schmidt. Mit der Fortsetzung von Eduard Arnd. 4. vermehrte Aufl. Erster Band: Alte Geschichte I

1874. X, 504 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 129,90 €


Abhandlungen zur preußischen Geschichte

1876. 1 farbige Karte.; VIII, 579 S.

ab 134,90 €


Erster Band: Bis zum Jahre 1806. Von Leopold von Ranke

1877. XVI, 633 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 169,90 €


Auf der 1877er Generalversammlung des Vereins für Socialpolitik erstattete Referate

1877. VII, 54 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 19,90 €


Zweiter Band

1878. 5. verb. Aufl.. XIII, 606 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 159,90 €


nach persönlichen Erinnerungen

1878. VII, 450 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 119,90 €


Erster Band: Deutsche Wirthschaftsgeschichte bis zum Schluss der Karolingerperiode

1879. Tab.; XXIII, 527 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 139,90 €


Novellistische Studien

1880. 2., verm. Aufl.. VI, 291 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 79,90 €


Zwei Paar bunter Lebensläufe zur allgemeinen deutschen Biographie beigetragen

1881. VII, 136 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 39,90 €


Im Anschluss an das Lehrbuch des deutschen Staatsrechtes von demselben Verfasser bearbeitet. Theil I: Allgemeine Lehren – Innere Verwaltung

1883. XIV, 575 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 149,90 €


(Hrsg.)

Erster Band. Systematisches Handbuch der Deutschen Rechtswissenschaft. Siebente Abtheilung, erster Theil, erster Band. Hrsg. von Karl Binding

1885. XXII, 927 S.
Erhältlich als:  Buch, eBook

ab 239,90 €


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