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   Rechts- und Staatswissenschaften  (75)
 

       
   
Seibert, Thomas-M.
Gerichtsrede.
Wirklichkeit und Möglichkeit im forensischen Diskurs.
279 S.
 
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  Verfügbarkeit   Lieferbar 
  Preis   EUR 58,--  
  Erscheinungsjahr   2004 
  ISBN   978-3-428-11239-5 
  Bindeart   Br. 
  Erschienen in der Schriftenreihe    Schriften zur Rechtstheorie  
  Bandnummer   RT 222 
  Schlagwörter    Gerichtsrede
 Rhetorik
 Richter
 
  Fachgebiete  
 Rechtstheorie
 
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  Inhaltsübersicht   I. Vorrede: Das Justizdispositiv - Geld - Zeit - Freiheit - Redetaktiken - II. Die Tradition des Plädoyers: Cicero, Rhetor - Der Ankläger: In C. Verrem - Der Verteidiger: Pro Roscio, pro Milone - Die Entwicklung zu Sachlichkeit und Schriftlichkeit - Jacques Vergès, Redner ohne Ende - III. Pragmatik, Rhetorik und Enthusiasmus: Herstellung und Darstellung - Enthusiasmus in der Rechtsdarstellung - Das Rechtszeichen - Selbstermächtigung in der Rede - Begründungspflicht und Enthymem - IV. Anfänge und Einteilungen: Operationen des Anfangs (inventio) - Die Reihenfolge der Textteile (dispositio) - Vom Lachen - V. Verfahrensrhetorik (elocutio): Kooperation - Formbedingungen - Meinungsmäßigkeit - Erledigungszwang - Entscheidbarkeit - VI. Mündlichkeit und Aktenform: Öffentlichkeit und Mündlichkeit im Strafverfahren - Die Mündlichkeit der Laien - Professionelle Mündlichkeit - Die Aktenform - Maximen vom Nutzen und Nachteil mündlicher Rede - VII. Regelverstöße - VIII. Aktuelle Stile der Gerichtsrede: Benjamin Cardozo, Stilist - Der Stil der Sachlichkeit - Die moderne Amplifikationsrhetorik - Die informale Prozessrhetorik - IX. Wie man schafft, wovon man spricht: Ein Verfahrensantrag im Contergan-Prozess - X. Dissemination: Immer mehr Recht, immer mehr Juristen - take-off der Verfahrenstopoi - Der Fall im Verfahren - Wie verfährt man? oder: Is it happening? - Literaturverzeichnis - Namen- und Sachregister 
  Zum Buch   Ort und Aufgabe des Redens vor Gericht sind heutzutage unbestimmt. Der Rede stehen viele Möglichkeiten offen - im Saal wie auf dem Gang -, aber viel davon erscheint seltsam unwirklich. Der wirkliche Diskurs findet vor dem Plädoyer statt, und was wichtig wird, ist entschieden, bevor jemand plädiert. Man muss die Rede im Kontext des Verfahrens verstehen, damit man weiß, um welche Einsätze es im Prozess überhaupt geht.

Der Autor war und ist Tatrichter und beobachtet sich selbst und andere. Seine Beobachtungen zerlegen die Rede in ihre Bestandteile. Die insgesamt 70 Kontext-Beispiele, die im Mittelpunkt der Arbeit stehen, stammen aus der gerichtlichen Arbeit und behandeln Verfahrensverläufe, Dialoge und Sentenzen so, wie man sie nach Abschluss der praktischen Situation niederschreiben konnte. Vor allem interessiert der Eigensinn der juristischen Mündlichkeit: Was setzt die Rede aufs Spiel, welche Motive treiben die Beteiligten, welchen Einsatz wagen sie und welchen Zwängen unterliegen sie? Daran schließen sich Stilfragen an: nach dem Sinn des Regelverstoßes, nach Inhaltskreationen und schließlich nach den künftigen Formen der Gerichtsrhetorik. 

       
       
       
       

   
 
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