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Unruh, Peter
Weimarer Staatsrechtslehre und Grundgesetz.
Ein verfassungstheoretischer Vergleich.
215 S.
 
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  Availability   In stock 
  Price   EUR 68,--  
  Year of publication   2004 
  ISBN   978-3-428-11450-4 
  Binding   Soft cover 
  Series    Schriften zur Verfassungsgeschichte  
  Volume   VG 68 
  Key words    Heller, Hermann
 Kelsen, Hans
 Smend, Rudolf
 Verfassung
 Weimarer Republik /Verfassung
 
  Subjects  
 History of Political Ideas
 Legal and Constitutional History
 Political Science
 
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  Table of contents   Einleitung: Verfassungstheorie in Zeiten von Europäisierung und Internationalisierung - Grundgesetz und Weimarer Staatsrechtslehre - 1. Teil: Zur Verfassungstheorie des Grundgesetzes: A. Autonomie als verfassungstheoretischer Basiswert: Die Bedeutung der Autonomie - Autonomie und Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 GG) - B. Strukturelemente des Verfassungsbegriffs: Volkssouveränität - Herrschaftskonstitution - Vorrang und Normativität der Verfassung - Der Rahmencharakter der Verfassung - Der umfassende Charakter der Verfassung - Die Universalität der Verfassung - Kodifikation - Verfassungsänderung - C. Materiale Elemente des Verfassungsbegriffs: Repräsentative Demokratie - (Horizontale) Gewaltenteilung - Die Herrschaft des Rechts - Verfassungsgerichtsbarkeit - Grundrechte - Vertikale Gewaltenteilung - Republik - Sozialstaatlichkeit - D. Zwischenergebnis - 2. Teil: Weimarer Staatsrechtslehre: A. Der Richtungsstreit in der Weimarer Staatsrechtslehre: Der Hintergrund des Richtungsstreits - Positivismus und Antipositivismus - B. Hans Kelsen (1881-1973): Verfassungstheorie und Reine Rechtslehre: Vorbemerkung - Grundzüge der Reinen Rechtslehre - Autonomie als verfassungstheoretischer Grundwert - Strukturelemente des Verfassungsbegriffs - Materiale Verfassungsbegriffselemente - Fazit - C. Carl Schmitt (1888-1985): Die Sehnsucht nach der politischen Einheit: Vorbemerkung - Kulturkritik, Liberalismuskritik und Verfassungstheorie - Der positive Verfassungsbegriff - Autonomie als verfassungstheoretischer Grundwert? - Strukturelemente des Verfassungsbegriffs - Materiale Verfassungsbegriffselemente - Fazit - D. Rudolf Smend (1882-1975): Integration und Verfassung: Vorbemerkung - Staatstheoretische Grundlegung und Verfassungstheorie - Autonomie als verfassungstheoretischer Basiswert? - Strukturelemente des Verfassungsbegriffs - Materiale Verfassungsbegriffselemente - Fazit - E. Hermann Heller (1891-1933): Staatslehre und Verfassung: Vorbemerkung - Staatslehre und Verfassungstheorie - Autonomie als verfassungstheoretischer Basiswert - Strukturelemente des Verfassungsbegriffs - Materiale Verfassungsbegriffselemente - Fazit - Zusammenfassung - Literaturverzeichnis, Personen- und Sachverzeichnis 
  About the book   Die herausragenden verfassungstheoretischen Positionen der Weimarer Staatsrechtslehre sind in der Staatsrechtslehre unter dem Grundgesetz immer noch präsent. Von besonderer Bedeutung sind die einschlägigen Theorien von Hans Kelsen, Carl Schmitt, Rudolf Smend und Hermann Heller. Der Umstand, dass vor allem diese Autoren bis heute eine beträchtliche Nachwirkung entfalten, wirft die Frage auf, ob ihre verfassungstheoretischen Entwürfe - insgesamt oder partiell - als taugliches Deutungsmuster für ein fundiertes Verständnis des Grundgesetzes dienen können. Der Versuch einer Antwort erfolgt hier auf der Grundlage eines verfassungstheoretischen Vergleichs.

In einer kurzen Einleitung werden die fortbestehende Relevanz von Verfassungstheorie im Zeitalter der Globalisierung und die entsprechenden Bezüge zwischen der Weimarer und der aktuellen Staatsrechtslehre erläutert.

Im ersten Hauptteil entwirft Peter Unruh sodann einen Abriss der Verfassungstheorie des Grundgesetzes in Gestalt des einschlägigen Verfassungsbegriffs. Den Ausgangspunkt bildet die Autonomie als verfassungstheoretischer Basiswert, verstanden als Freiheit und Gleichheit des Individuums und verfassungsrechtlich verankert in Art. 1 Abs. 1 GG. Auf diesem Fundament erheben sich zwei tragende Säulen, die aus jeweils acht Teilbausteinen mit spezifischem Inhalt bestehen. So umfassen die Strukturelemente des Verfassungsbegriffs die Volkssouveränität, die Herrschaftskonstitution, den Vorrang und die Normativität der Verfassung, den Rahmencharakter, den umfassenden Charakter und die Universalität der Verfassung sowie die Kodifikation und die Verfassungsänderung. Die materialen Elemente hingegen setzen sich aus der repräsentativen Demokratie, der (horizontalen) Gewaltenteilung, der Herrschaft des Rechts, der Verfassungsgerichtsbarkeit, den Grundrechten, der vertikalen Gewaltenteilung, der Republik und der Sozialstaatlichkeit zusammen.

Die so präzisierte Verfassungstheorie des Grundgesetzes liefert die Kontrastfolie für den Vergleich mit den verfassungstheoretischen Ansätzen von Hans Kelsen, Carl Schmitt, Rudolf Smend und Hermann Heller. Dieser Vergleich führt zu dem Ergebnis, dass keiner der analysierten Entwürfe zu einer vollständigen Rekonstruktion der Verfassungstheorie des Grundgesetzes taugt. Allerdings divergieren die Abweichungen bei den einzelnen Autoren im Hinblick auf die einzelnen Verfassungsbegriffselemente, und auch das Ausmaß der Abweichung ist unterschiedlich.

Insgesamt liegt der wissenschaftliche Ertrag der Studie in einer Selbstvergewisserung darüber, was wir eigentlich tun, wenn wir uns auch heute noch auf diese "Klassiker der Verfassungstheorie" berufen. 

       
       
       
       

   
 
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